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Erneuerbaren-Anteil auf neuem Höchststand

18.12.2023 – Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland hat im Jahr 2023 erstmals die 50-Prozent-Marke überschritten. Die Ziele der Bundesregierung sind damit aber noch nicht erreicht.

Rekord: Erstmals übersteigt der Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch in Deutschland 50 Prozent. Grafik: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

Rekord: Erstmals übersteigt der Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch in Deutschland 50 Prozent. Grafik: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

Wie das Umweltbundesamt mitteilt, wird nach ersten Angaben der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) im Jahr 2023 wird der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch deutlich steigen und erstmals die 50-Prozent-Marke überschreiten. Insgesamt lag die erneuerbare Strommenge im Jahr 2023 bei etwa 268 Terawattstunden, was einem Anstieg von etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Haupttreiber der erneuerbaren Stromproduktion waren vor allem Photovoltaik und Windenergie, die zusammen etwa 75 Prozent des gesamten erneuerbaren Stroms beisteuerten. Die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen stieg trotz des sonnenärmeren Wetters nur leicht auf 61 Terawattstunden an, während die Stromerzeugung aus Windenergie mit knapp 138 Terawattstunden um 10 Prozent höher lag als im Vorjahr.

Haupttreiber der erneuerbaren Stromproduktion waren vor allem Photovoltaik und Windenergie. Grafik: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

Haupttreiber der erneuerbaren Stromproduktion waren vor allem Photovoltaik und Windenergie. Grafik: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

Im Wärmesektor gab es im Jahr 2023 keine nennenswerten Veränderungen des Wärmebedarfs, während im Verkehrssektor sowohl mehr Biokraftstoffe als auch mehr erneuerbarer Strom eingesetzt wurden als im Vorjahr. Der Absatz von Biodiesel stieg um vier Prozent, der Einsatz von Bioethanol um zwei Prozent. Zudem wurde 16 Prozent mehr erneuerbarer Strom im Verkehr eingesetzt als im Vorjahr.

Die Herausforderungen, die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, bleiben trotz der positiven Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung groß. Bis zum Jahr 2030 sollen 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Um dies zu erreichen, muss sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien laut Umweltbundesamt auf rund 600 Terawattstunden mehr als verdoppeln, um auch den steigenden Bedarf für die Elektrifizierung des Wärmesektors und des Verkehrs zu decken. Während das Ausbauziel für die Photovoltaik im Jahr 2023 übertroffen wird, sei das derzeitige Wachstum der Windenergie zur Erreichung des Ziels nicht ausreichend. (pms)

www.umweltbundesamt.de

Beitragsbild: tonefotografia / stock.adobe.com