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FH Kiel optimiert Windkraftanlagen

17.06.2025 – Kleine Änderungen an Rotorblättern könnten die Stromausbeute großer Offshore-Anlagen deutlich steigern – das zeigt ein Projekt der FH Kiel.

Erneuerbare Energien stellten laut Statistischem Bundesamt 2024 erstmals mehr als 59 Prozent des Strommixes in Deutschland. Den größten Einzelanteil hatte die Windenergie mit 31,5 Prozent. Besonders Offshore-Anlagen spielen dabei eine zentrale Rolle: Der Strom vom Meer ist verlässlich und leistungsstark. Bis 2045 sollen in deutschen Gewässern laut Windenergie-auf-See-Gesetz mindestens 70 Gigawatt installiert sein – rund das Achtfache der aktuell verfügbaren Kapazität von 9,2 GW (BWE, Stand Ende 2024).

Bis zu vier Prozent mehr Strom

Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 235.000 Euro gefördertes Projekt an der Fachhochschule Kiel nahm die aerodynamische Optimierung von Rotorblättern in den Blick. Gemeinsam mit der Deutschen Windguard Engineering GmbH und der Aerovide GmbH untersuchte das Team um Prof. Dr. Alois Schaffarczyk ein Rotorblatt der Zehn-Megawatt-Klasse – speziell für Offshore-Einsätze konzipiert.

„Moderne Windräder sind zwar schon nach aerodynamischen Gesichtspunkten designt – doch besonders für den inneren Teil der Rotorblätter an der Rotornarbe gibt es Optimierungspotenzial“, sagt Schaffarczyk. Eine neu entwickelte Rotor-Hinterkante reduzierte den Widerstand im Blattinneren deutlich. Windkanalversuche bestätigten eine Leistungssteigerung um bis zu vier Prozent. Auch nachrüstbare aerodynamische Elemente wurden erfolgreich getestet.

„Wenn die Ausbauziele für erneuerbare Energien auch nur annähernd erreicht werden sollen, ist bereits die Steigerung der Stromerträge um ein bis vier Prozent unverzichtbar“, betont Schaffarczyk. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich, erste Umsetzungen laufen bereits im Rahmen einer Konzeptstudie. (pms)

www.dbu.de

www.fh-kiel.de