02.02.2026 – Der Energieversorger RWE errichtet in der Nachbarschaft des Gaskraftwerks in Lingen einen neuen Batteriegroßspeicher mit 400 Megawatt Leistung, der auch zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen soll.
Nordöstlich des Gaskraftwerks Emsland errichtet der Energiekonzern RWE einen 400-Megawatt-Batteriespeicher – und damit einen der bislang größten Batteriespeicherstandorte Niedersachsens. Nach der Fertigstellung im Jahr 2028 soll die geplante Anlage ihre Maximalleistung mindestens zwei Stunden lang erbringen können, was einer Speicherkapazität von mindestens 800 Megawattstunden (MWh) entspricht.

Der neue Batteriespeicher wird in der Nähe des Gaskraftwerks Emsland in Lingen errichtet. (Bild: RWE AG)
Der Batteriespeicher wird nach Angaben von RWE unter anderem Regelenergie zur Stabilisierung des Stromnetzes liefern. Zudem ist er technisch auf die Bereitstellung neuer Netzdienstleistungen wie zum Beispiel Momentanreserve (Trägheit) ausgelegt.
„Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien wächst der Bedarf an gesicherter Leistung. Hierbei ergänzen sich neue Gaskraftwerke und Batteriespeicher ideal: Während Gaskraftwerke einspringen, wenn Wind und Sonne über Stunden und Tage als Energielieferanten ausfallen, überbrücken Batterien vor allem kurzfristige Lücken oder Lastspitzen. Unser neuer Batteriespeicher in Lingen wird je nach Bedarf binnen weniger Millisekunden Leistung aufnehmen oder einspeisen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zu verlässlichen Strompreisen,“ fasst Nikolaus Valerius, CEO RWE Generation SE, zusammen.
Der Batteriepark wird rund 200 Lithium-Ionen-Batterie-Einheiten beherbergen. Mehr als 100 Wechselrichter, über 50 Mittelspannungs- und zwei Hochspannungstransformatoren sowie zwei Schaltfelder vervollständigen die Anlage. Die Netzanbindung ans Stromnetz erfolgt über die Umspannanlage Hilgenberg, die Amprion weniger als 50 Meter entfernt errichtet. (cp)



