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Studie beleuchtet Vorteile dezentraler Elektrolyseure

14.03.2022 – Laut einer Studie des Reiner Lemoine Instituts (RLI) im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy, vormals Greenpeace Energy, erhöhen dezentrale Elektrolyseure die Energieausbeute aus Wind- und Solaranlagen, machen das Energiesystem resilienter und sparen Netzausbaukosten. Solche dezentral eingesetzten Elektrolyseure nutzen lokale Überschüsse aus Wind- und Sonnenstrom volkswirtschaftlich vorteilhaft für die Produktion von grünem Wasserstoff. Sie könnten in vielen Netzgebieten in ganz Deutschland wirtschaftlich betrieben werden.

Wasserstoff Elektrolyseur

Foto: Reiner Lemoine Institut gGmbH

Für einen netzdienlichen Betrieb eignen sich demnach besonders Elektrolyseure mit einer Spitzenleistung von bis zu fünf Megawatt (MW), wie die Studienautor:innen berechneten. Solche Elektrolyseure könnten flexibel auf das fluktuierende Dargebot an Wind- und Solarstrom und Steuersignale der Verteilnetzbetreiber reagieren.

Laut der Studie könnten netzdienliche kleine Elektrolyseure – je nach Ausbau der Erneuerbaren Energien – in Summe bis zu 13,7 Terawattstunden (TWh) grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Das ist rund die Hälfte der von der Bundesregierung für das Jahr 2030 geplanten heimischen Produktionsmengen von grünem Wasserstoff. Die Bundesregierung setze derzeit vor allem auf große Elektrolyseure. Die Studienautor:innen raten, diese durch kleine Elektrolyseure zu ergänzen. Dafür müsste die Politik jedoch auch den passenden rechtlichen Rahmen schaffen.

Die Ökoenergiegenossenschaft hebt drei Maßnahmen hervor:

  1. Die Bundesregierung soll die Weichen stellen für die Installation von 5 Gigawatt (GW) netzdienlicher Elektrolyseure bis zum Jahr 2030.
  2. Die Bundesnetzagentur soll eine Karte vorlegen, aus der die geeigneten Standorte für solche Elektrolyseure hervorgehen.
  3. Eine befristete Förderung per Contracts for Difference (CfDs) soll eine rasche Installation netzdienlicher Elektrolyseure anschieben. CfDs gleichen für eine Übergangszeit die Preisdifferenz zwischen grauem und grünem Wasserstoff aus.

Der Zubau dezentraler Elektrolyseure wird nach Ansicht von Green Planet Energy vor allem von kleinen und mittelständischen, lokal verankerten Unternehmen getragen werden. Dies stärke auch die regionale Wertschöpfung. (ds)

www.green-planet-energy.de
www.reiner-lemoine-institut.de