09.12.2024 – Gemeinsam mit seinen Partnern präsentiert Theben Smart Energy einen massentauglichen End-to-End-Prozess zum Rollout von Steuereinrichtungen nach § 14a.
Mit dem Smart Meter Gateway inklusive Mehrwertmodul der Theben Smart Energy sowie dem Home-Energiemanagementsystem von 1KOMMA5° schaffen die Unternehmen – in Kooperation mit gridX – eine skalierbare End-to-End-Lösung für die Umsetzung des § 14a EnWG. Dabei stellt die neue Gesamtlösung auch die Infrastruktur für marktorientierte Anwendungsfälle bereit. Um die Prozesskette nach § 14a vollständig abzubilden, kommt zusätzlich das aEMT/CLS-Managementsystem der advalju GmbH zum Einsatz. Das gemeinsame Ziel der Kooperation ist es, die Endkunden mit steuerbaren Stromverbrauchern wie Stromspeichern, Wärmepumpen oder Ladestationen von Elektroautos möglichst einfach, skalierbar und günstig von reduzierten Netzentgelten nach § 14a EnWG profitieren zu lassen.

Ein Bestandteil für die §14a-konforme End-to-End-Umsetzung ist der korrekte Einbau der Hardwarekomponenten. (Bild: Theben Smart Energy GmbH)
Das für die Installation vorgesehene Smart Meter Gateway von Theben wird hierfür direkt mit dem aufsteckbaren Mehrwertmodul als Steuerlösung durch 1KOMMA5° konfiguriert, bestellt und ausgeliefert. Bei der Montage soll die Kombination aus Smart Meter Gateway und Mehrwertmodul den Platz- und Installationsaufwand minimieren. Die Anbindung an das Home-Energiemanagementsystem (HEMS) „Heartbeat AI“ von 1KOMMA5° erfolgt über die grid Box des Partnerunternehmens gridX direkt an das Mehrwertmodul – wobei die Verbindung über ein Ethernetkabel und mittels des EEBUS-Protokolls implementiert wird. Damit wird die Ausführung von Steuerbefehlen über „Heartbeat“ technisch ermöglicht.
§ 14a-konforme End-to-End-Umsetzung
Für die Kopplung des Mehrwertmoduls über EEBUS mit dem HEMS wurde ein digitaler, skalier- und massenrolloutfähiger Prozess entwickelt. Bei dieser Kopplung muss ein Sicherheitsschlüssel (SKI) ausgetauscht und an den Messstellenbetreiber übermittelt werden – wobei der aktive EMT (aEMT) des Messstellenbetreibers den SKI in das Mehrwertmodul einspielt.
Der Monteur vor Ort übermittelt den Sicherheitsschlüssel für die Anmeldung der betreffenden § 14a-Anlage an den Verteilnetzbetreiber und den Messstellenbetreiber. Dabei erfolgt die SKI-Übermittlung an den Messstellenbetreiber über die Installateurs-App von 1KOMMA5°: Hierzu wird dem Installateur ein Code zum Einscannen auf der Installationsoberfläche angeboten. Zusätzlich kann der Messstellenbetreiber die SKI-Daten anhand der Gerätenummern direkt via API in der Cloud abrufen.
Anschließend kann die Sollwertvorgabe für die Umsetzung des § 14a durch den Verteilnetzbetreiber über den Universalbestellprozess beim Messstellenbetreiber geordert und im Anschluss mittels der definierten BDEW-Web-API umgesetzt werden. Dieses Verfahren wurde in dem gemeinsamen Projekt über den aEMT- und CLS-Managementdienstleister advalju ebenfalls End-to-End getestet und positiv abgeschlossen. Im Ergebnis steht die §14a-konforme Ende-zu-Ende-Umsetzung einer netz- oder marktdienlichen Sollwertvorgabe in die Liegenschaft, die im Falle einer Dimmung nicht nur transparent die Auswirkungen des Eingriffs, sondern auch die Eigenerzeugung einbezieht. (cp)
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