Kraftwerk bringt strategisches Asset Management in die Cloud

09.09.2025 – Die Kraftwerk Software Gruppe verlegt ihre Life-Cycle-Costing-Lösung (LCC) für Netzbetreiber in die Cloud. Die komplett neu entwickelte Software-Generation heißt LCC Nion – benannt nach dem fünften Buchstaben des irischen Ogham-Alphabets – und soll den Umgang mit komplexen Datenbeständen vereinfachen und Analysen beschleunigen. „Wir haben nicht einfach Version 4 unseres Systems fortgeschrieben, sondern etwas ganz Neues gebaut“, sagt Sascha Bluma, Geschäftsführer der Kraftwerk-Tochter signion GmbH. Zielgruppe sind Versorgungsunternehmen, die Investitionen und Instandhaltung ihrer Anlagen über den gesamten Lebenszyklus steuern und Entscheidungen technisch, wirtschaftlich und regulatorisch absichern müssen.

Anstelle einer On-Premise-Installation läuft LCC Nion vollständig webbasiert im Browser. Das erleichtert den ortsunabhängigen Zugriff und senkt den Einführungsaufwand. Die intuitive Kacheloberfläche lässt sich auf Rollen und Aufgaben zuschneiden; Anwender blenden nur die Funktionen ein, die sie tatsächlich brauchen. Auswertungen und Visualisierungen sind individuell konfigurierbar, was die Ergebnisdarstellung transparenter machen soll. Laut Unternehmen verkürzt diese Nutzerführung die Einarbeitungszeit spürbar.

Aus unterschiedlichsten Datenquellen generiert die Lösung individuell konfigurierbare Übersichten und Auswertungen. (Foto: Kraftwerk Software Gruppe)

Effizienz bei großen Datenmengen

Für strategische Analysen verspricht Nion eine schnellere Verarbeitung auch heterogener, normalisierter oder hybrider Daten. Analyseschritte lassen sich automatisieren, ebenso der Abgleich mit Bezugs- und Referenzdaten. Import und Export in angebundene Systeme können „on demand“ oder automatisiert angestoßen werden. „In LCC Nion können wir alle Daten miteinander sprechen lassen“, so Bluma. Der erklärte Ansatz der Lösung sei es, Datensilos aufzulösen.

Über eine eigene API und REST-Schnittstelle öffnet sich die neue Lösung auch technisch. Typische Andockpunkte sind GIS- und ERP- Systeme, Netzberechnungs- und BI-Werkzeuge sowie Verbrauchsdatenquellen. Eine zentrale Rolle spielt zudem die Verbindung zum operativen Asset Management: Von dort stammen Wartungs- und Instandhaltungsdaten, in LCC Nion werden sie für strategische Entscheidungen aufbereitet – unabhängig davon, ob im Betrieb Lösungen der Kraftwerk Software Gruppe oder anderer Anbieter laufen.

Skalierung und Abrechnung

Der Plattformbetrieb in der Cloud ermöglicht mehr parallele Nutzer und Datenzugriffe als die Vorgängergeneration. Abgerechnet wird im Subskriptionsmodell: Hosting, Backups und künftige Upgrades sind enthalten. Für viele IT-Abteilungen entfällt damit der Betrieb eigener Infrastruktur für die Anwendung – ein Argument, das insbesondere bei wachsendem Datenvolumen und regelmäßigem Funktionszuwachs Gewicht haben dürfte.

Sascha Bluma: „Mit LCC Nion positioniert Kraftwerk seine Life-Cycle-Costing-Software als Cloud-Service und setzt auf Bedienbarkeit, Automatisierung und offene Schnittstellen. Für Netzbetreiber, die strategische und operative Ebene enger verzahnen wollen, ist das ein Angebot, das den Alltag spürbar vereinfachen kann.“ (pq)

www.kraftwerk.io