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Netzdienliche Ad-hoc-Steuerung von Verbrauchern im Niederspannungsnetz

26.02.2024 – Für den Aufbau eines verbrauchs- und einspeiseseitigen Flexibilitätsmanagements bieten KISTERS und SAE IT-systems eine integrierte Komplettlösung aus Messtechnik und Software, die für Netzbetreiber den automatisierbaren Steuerungsprozess nach §14a EnWG abdeckt.

Die besondere Herausforderung bei der Umsetzung eines Ad-hoc-Managements von Niederspannungsnetzbereichen nach §14a EnWG und §9 EEG liegt für die Netzbetreiber in der Integration unterschiedlicher Datenquellen wie Netzplanung/GIS und Netzleittechnik für die Niederspannung mit den zugehörigen Massendaten aus der Marktkommunikation. Zudem müssen Zustände von Niederspannungsnetzbereichen auf Basis minutenaktueller Messdaten bewertet und gesteuert werden.

Der IT-Anbieter für die Energiewirtschaft KISTERS und der Hersteller von Fernwirk- und Stationsleittechnik SAE IT-systems bieten jetzt eine Systemkombination aus Messtechnik und Software an, mit der Netzbetreiber ihr Niederspannungsnetz dynamisch steuern können: Von der Online-Messung des Trafo-Abgangs über die minütliche Messung des Netzanschlusses, die Ad-hoc-Bewertung des Netzzustands bis hin zur diskriminierungsfreien zeitgleichen Abregelung einzelner Verbraucher durch Ansteuerung der CLS (Controllable Local Systems) mittels schneller Marktkommunikation.

Zur Umsetzung von §14a EnWG und §9 EEG über ein Flexibilitätsmanagement bieten KISTERS und SAE IT-systems eine integrierte Komplettlösung aus Messtechnik und Software, die für Netzbetreiber den automatisierbaren Steuerungsprozess abdeckt. (Foto: KISTERS, Adobe)

Die Überwachung der Ströme und Spannungen sowie der Lastflüsse im Niederspannungsnetz zur Beurteilung der Auslastung erfolgt über die Datenerfassung an den relevanten Ortsnetzstationen, Trafos und Leitungssträngen und ergänzt die Messungen durch die Smart Meter. Mit der Messtechnik von SAE IT-systems lassen sich laut KISTERS die notwenigen Messwerte erfassen und per IEC-104-Protokoll oder MQTT-Broker an eine Software wie das KISTERS Niederspannungscockpit in der KISTERScloud übertragen.

Ermittlung des aktuellen Netzzustands mit dem Niederspannungscockpit

Um ad hoc eine Steuerungsstufe nach §14a EnWG abzuleiten, ist eine Online-Netzzustandsbewertung basierend auf minutenaufgelösten Daten aus der Messung der Leitungsstränge und der Netzanschlüsse erforderlich. Das Niederspannungscockpit von KISTERS führt dem Hersteller zufolge Daten aus GIS-Systemen und Verbrauchsabrechnungssystemen mit minutenaktuellen Messwerten zusammen, ermittelt automatisiert den Netzzustand, identifiziert Alarmstufen und gibt sie weiter an eine IT-Lösung zur Maßnahmenberechnung wie beispielsweise den KISTERS FlexManager.

Basierend auf dem Netzmodell und den aktuellen Messdaten dimensioniert der KISTERS FlexManager automatisiert kurative Ad-hoc-Maßnahmen und nutzt dazu die vom Messstellenbetreiber bereitgestellten Steuerkanäle zu den CLS. Er übernimmt die netzorientierte Ansteuerung der Verbraucher hinter dem Trafo über die neue schnelle Marktkommunikation. Für die präventive Steuerung verwaltet der FlexManager Schaltzeit- und Leistungskurvendefinitionen. Die Steuerung von Erzeugern nach §9 EEG könne über die gleichen Wege erfolgen, so KISTERS.

Damit Netzbetreiber die Vorgaben zeitnah und mit geringer Einstiegshürde umsetzen können, ist die Komplettlösung in der sicherheitszertifizierten KISTERScloud schnell einsatzbereit. Sie umfasst laut KISTERS auch die geforderten BSI-konformen Hardware-Sicherheitsmodule für die Ad-hoc-Steuerung und lässt sich einhergehend mit dem voranschreitenden Smart-Meter-Rollout sukzessive ausbauen. (bs)

www.energie.kisters.de

www.sae-it.com