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Netzkapazität nachhaltig erhöhen

26.11.2025 – Das verspricht Siemens neue Gridscale X-Software, die Flexibilität von am Netz angeschlossenen Prosumern nutzt, um Netzengpässe vorauszusehen und zu verhindern.  

Der “Gridscale X Flexibility” Manager wurde in Zusammenarbeit mit europäischen Versorgungsunternehmen entwickelt, darunter KNG (Österreich), Alliander (Niederlande) und Elvia (Norwegen). Die Software ermögliche Verteilnetzbetreibern, die Netzkapazität um bis zu 20 Prozent zu steigern und durch strategisches Flexibilitätsmanagement bis zu 40 Prozent an Investitionskosten einzusparen.  

„Das Flexibilitätspotenzial für die Netzplanung und den Netzbetrieb zu erschließen, eröffnet Verteilnetzbetreibern völlig neue Möglichkeiten für die Energiewende“, so Sabine Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software. „Mithilfe von Gridscale X können Versorgungsunternehmen die vorhandene Infrastruktur optimal nutzen, die Integration erneuerbarer Energien oder den Netzanschluss von Rechenzentren beschleunigen und intelligentere Investitionen tätigen, um eine widerstandsfähigere Energieversorgung sicherzustellen. Es geht darum, über das heutige Netzmanagement hinauszudenken und die autonome Energielandschaft von morgen zu gestalten.“ 

Der Gridscale X Flexibility Manager  

Als Teil von Siemens Xcelerator, einer offenen digitalen Business-Plattform, will die Gridscale X-Software den Weg hin zu einem autonomen Netzmanagement ebnen. Der Gridscale X Flexibility Manager ermöglicht Betreibern, potenzielle Netzengpässe zu prognostizieren und flexible Ressourcen vorausschauend zu steuern.  

BU: Mit einer Flexibilitätssoftware zur Steigerung der Stromnetzkapazität ebnet Siemens den Weg zu autonomem Netzmanagement (Bild: Siemens AG)

  
Für eine kontinuierliche Überwachung der Netzsituation und eine zuverlässige Vorhersage potenzieller Überlastungen lässt sich die Software nahtlos in die Systeme von Verteilnetzbetreibern integrieren. Sobald ein drohender Engpass erkannt wird, ermittelt sie die verfügbaren Flexibilitätsoptionen aus dezentralen Quellen (etwa Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen, Batterien oder verteilte Stromerzeugung) und unterstützt die Betreiber über verbundene Markt- oder Betreiberplattformen bei der Auswahl und Nutzung der effektivsten Maßnahmen, um das Netz auszugleichen.  

Fallstudie zum Flexibilitätsmanagement: Kärnten Netz („KNG“)  

Da der Ausbau der dezentralen Stromerzeugung immer schneller voranschreitet, bereitet sich der österreichische Energieversorger KNG derzeit darauf vor, ein zunehmend komplexes und dynamisches Netz zu betreiben. Bis 2030 dürfte sich die installierte Photovoltaikleistung im österreichischen Bundesland Kärnten mit zusätzlich etwa 1,1 GW nahezu verdoppeln (+1,1 GW). Damit ergeben sich auch neue Herausforderungen in Bezug auf Überlastungen und Spannungsstabilität – insbesondere in ländlichen Talgebieten mit langen Leitungsabschnitten, die anfällig für Spannungsprobleme sind.  

Gleichzeitig bewegen sich die gesetzlichen Vorgaben in Österreich hin zu einem marktbasierten Flexibilitätsrahmen, was Verteilnetzbetreiber wie KNG dazu anhält, neue operative und digitale Möglichkeiten zu erschließen. Aus diesem Grund tat sich KNG mit Siemens zusammen, um gemeinsam eine Lösung zu entwickeln. Das Ergebnis: die Einführung des Flexibility Managers.  
 
„Auf unserem Weg in eine sauberere Zukunft der Energieversorgung sehen wir uns nicht nur mit neuen und zunehmend komplexen Regulierungen konfrontiert, sondern auch mit massiven Herausforderungen im Netzbetrieb“, erklärt Robert Schmaranz, Head of Operations bei KNG. „Dank der Zusammenarbeit mit Siemens konnten wir reale anspruchsvolle Netzsituationen angehen und uns parallel auf den künftig geltenden marktbasierten Flexibilitätsrahmen vorbereiten. Gleichzeitig profitieren wir von der Möglichkeit, Erfahrungen und Best Practices mit anderen europäischen Verteilnetzbetreibern auszutauschen, während wir gemeinsam die nächste Phase in der Implementierung von Flexibilität gestalten.“  (pq)

www.siemens.com