Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

ED Netze: Klimaneutrale Schaltanlagentechnik

18.05.2022 – Der Neubau des Umspannwerks in Löffingen im baden-württembergischen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald kommt laut ED Netze voran. Mit der Investition reagiert der Netzbetreiber auf den wachsenden Strombedarf in der Region. Zudem schafft die Baumaßnahme Netzkapazitäten für die Einspeisung aus Erneuerbarer Energie. Das neue Umspannwerk wird das erste SF6-freie Mittel- und Hochspannungsanlage von ED Netze sein. Die Anlage ist deutlich kompakter als es die Gebäudeanforderungen bisheriger Umspannwerke erlaubte. Damit werden den Projektpartnern zufolge fast zwei Drittel Baufläche eingespart.

Umpannwerk Loefflingen ED Netze Bergfest

Beim verspäteten Bergfest konnten sich Bürgermeister-Stellvertreter Martin Lauble sowie Vertreter der Bauunternehmen, Behörden und Kommunalpolitik über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren. Foto: ED Netze GmbH

Das 110/20-kV-Umspannwerk soll Ende 2022, abhängig von der Genehmigungsplanung und der Bauausführung für die 110kV-Freileitungsanbindung, in Betrieb gehen. Die elektrische Anbindung des Umspannwerks an die parallel vorbeilaufende 110kV-Freileitung befindet sich aktuell noch in der Genehmigungsplanung, bevor es zur eigentlichen Genehmigung und dann zur Bauausführung kommt. Die Arbeiten wurden durch die Corona-Pandemie erschwert. Die aktuelle Situation rund um Lieferketten und Materialverfügbarkeit bringe weitere Unwägbarkeiten.

Das Umspannwerk entsteht auf einem 2.000 Quadratmeter großen Gelände in unmittelbarer Nähe zu einer 110-Kilovolt-Freileitung. Dort befindet sich bislang eine 20-Kilovolt-Übergabestation, deren Aufgabe die neue Anlage gleich mit übernimmt. Bislang wurden von Löffingen aus 20 kV verteilt, zukünftig kann von 110 kV auf 20 kV umgespannt werden. Das eröffnet mehr Möglichkeiten und bietet hinreichend Reserven für die nächsten Jahre.

SF6-freie Schaltanlagentechnik

ED Netze setzt auf SF6-freie Schaltanlagentechnik mit „clean air“. Statt des noch weit verbreiteten klimaschädlichen Gases Schwefelhexafluorid (SF6) beinhalten die Schaltanlagen getrocknete Luft, die ausschließlich aus Stickstoff und Sauerstoff besteht und somit keinerlei Treibhauspotential besitzt. „Durch die vollständige Vermeidung von SF6-Gas in den Schaltanlagen sparen wir ein CO2-Äquivalent von 18.240 Tonnen ein“, erläutert Markus Linder Leiter Hochspannungsanlagen und Sekundärtechnik bei ED Netze. (ds)

www.ednetze.de