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Technologieplattform für Verteilnetze

07.11.2022 – Die Technische Universität Ilmenau vermeldet, an einem ressourceneffizienten Verteilnetz für Deutschland zu arbeiten. Ein solches Stromnetz, das auf Gleichstromtechnologie basiert, werde eigens auf die zunehmende Nutzung regenerativer Energie zugeschnitten.

Trotz der Vielzahl an dezentralen Energiequellen im deutschen Energieverteilernetz soll das Forschungsprojekt „Verteilernetz-DC-Technologie (VERNEDCT)“ Lösungen bereitstellen, die ein stetiges Gleichgewicht zwischen Stromeinspeisung und -verbrauch gewährleisten.

Statt wie bisher auf Wechselstrom, basiert das Konzept für Energieverteilernetze auf dem Einsatz von Gleichstrom. Dieser ermöglicht es, Ströme und Spannungen im Netz einfacher zu steuern. Dies erlaubt eine höhere Auslastung der Netzinfrastruktur insgesamt, etwa durch eine höhere Ausnutzung der Kabel und anderer elektrischer Geräte und Anlagen im Verteilernetz, wodurch Leitermaterialien für die Verteilung elektrischer Energie eingespart werden könnten.

Netzleitwarte TU Ilmenau

Die Netzleitwarte an der TU Ilmenau, an der die Forschungsarbeiten zu innovativen Energieverteilernetzen betrieben werden. Foto: © Technische Universität Ilmenau/Michael Reichel

Neue Architektur des Stromnetzes entwerfen

Um das Ziel eines ressourceneffizienten Energieverteilernetzes zu erreichen, müssen den Forscher:innen zufolge eine vollkommen neue Architektur des Netzes und innovative Methoden für dessen Betrieb entwickelt werden. Methoden zur Vermeidung und Behebung von Fehlern im laufenden Netzbetrieb würden bereits zu Beginn des Projekts mitgedacht.

Das VERNEDCT-Projekt steht unter der Leitung von Prof. Dirk Westermann, Leiter des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung der TU Ilmenau und Direktor des Thüringer Energieforschungsinstituts. Am Projekt arbeiten Forscher:innen von sechs Fachgebieten der TU Ilmenau interdisziplinär zusammen. Dabei untersucht zum Beispiel das Fachgebiet Empirische Kommunikation die Akzeptanz der neuen Technologie in der deutschen Bevölkerung oder in Unternehmen.

Das auf sechs Jahre angelegte Forschungsprojekt, das von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Programms „Durchbrüche“ gefördert wird, startet im Juli nächsten Jahres. (ds)

www.tu-ilmenau.de