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Stromversorgung im Bayernwerk-Netz wiederhergestellt

 

10.06.24 – Nach dem teils schweren Hochwasser hat die Bayernwerk Netz (Bayernwerk) am Freitag alle Verteilstationen im örtlichen Stromnetz wieder versorgt.

Das Umspannwerk Reichertshofen am Donnerstag nach dem schweren Hochwasser. Bis Freitag konnten alle Anlagenteile trockengelegt und gereinigt werden. (Bild: Bayernwerk AG)

Zwischenzeitlich waren aufgrund der Hochwassersituation bis zu 9000 Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen waren der Landkreis Pfaffenhofen und der Ort Reichertshofen. Mit großem Einsatz haben Bayernwerk-Mitarbeitende, die aus dem gesamten Netzgebiet zusammengezogen worden sind, zusammen mit örtlichen Partnern und Helfern eine schnelle Wiederversorgung sichergestellt. Mit wenigen Ausnahmen haben alle Kunden inzwischen wieder Strom.

Ausnahme sind beispielsweise Häuser, in den das Wasser noch nicht vollständig abgepumpt wurde oder Industriekunden, die noch einige Tage mit Leistungseinschränkungen rechnen müssen. Das Umspannwerk in Reichertshofen, das ein wichtiger Knotenpunkt für die regionale Versorgung im Landkreis Pfaffenhofen ist, war aus Sicherheitsgründen tagelang außer Betrieb. Bis Freitag konnten alle Anlagenteile trockengelegt und gereinigt werden. Durch das Hochwasser beschädigte Anlagenteile wurden bereits ausgetauscht. „Aktuell läuft die Inbetriebnahme für die 110kV-Anlage und die Mittelspannungsschaltanlage. Anschließend können einzelne Stromkreise in Abstimmung mit der zentralen Netzführung wieder zugeschaltet werden“, teilte Joachim Kabs, Technik-Geschäftsführer der Bayernwerk Netz, mit. Eine vollständige Versorgung aus dem Umspannwerk Reichertshofen ist nach dem momentanen Stand bis Mitte nächster Woche geplant. Die Umspannwerke Irsching und Reisgang konnten hingegen im Verlauf der Woche durch präventive Schutzmaßnahmen vor einer Beschädigung durch das Hochwasser bewahrt werden.

Gemeinsamer Kraftakt

„Die schnelle Wiederversorgung war ein enormer Kraftakt der Kolleginnen und Kollegen und aller Hilfskräfte, die angepackt haben“, betonte Geschäftsführer Joachim Kabs. Es sei der großen Unterstützung und der sehr guten Zusammenarbeit vor Ort zu verdanken, dass die Bayernwerk Netz zum Ende dieser Woche bereits in der Lage ist, alle Haushalte wieder zu versorgen. „Der Grund für die schnelle Wiederversorgung und die Herstellung der Versorgungsicherheit ist dem extrem hohen und umsichtigen Einsatz der Techniker und Helfer zu verdanken“, sagte Joachim Kabs. Insgesamt seien die Schäden an der gesamten Netzinfrastruktur geringer ausgefallen als zunächst befürchtet. Einige Dutzend Kabelverteiler und Stationen sind durch das Hochwasser und den eingespülten Schlamm so beschädigt gewesen, dass sie repariert oder ersetzt werden mussten. Mögliche Spätfolgen durch ein höheres Korrosionsrisiko oder Schäden an der Isolierung einzelner Bauteile sind für den Netzbetreiber heute jedoch noch nicht einschätzbar.

Noch fehlende Hausanschlüsse, die wegen stehendem Wasser im Keller oder defekter Geräte noch nicht am Netz sind, werden nach und nach in den kommenden Stunden und Tagen wieder angeschlossen. „Sobald der Keller unter Wasser stand, nimmt die Bayernwerk Netz zunächst nur das Hausanschlusskabel wieder in Betrieb. Da es nicht auszuschließen ist, dass es auch zu Schäden in der Hausinstallation gekommen ist, werden vom Bayernwerk keine Hausanschlusssicherungen eingesetzt. Hier muss jeweils der lokale Elektriker die Installation überprüfen und die Inbetriebnahme ausführen“, erklärt Lukas Kortenhorn, Leiter des Bayernwerk-Kundencenters in Pfaffenhofen. Falls ein Defekt beim Zähler vorliegt, darf der Elektriker diesen bis zur Auswechslung überbrücken, falls der Rest der Anlage intakt ist. Um eine schnellstmögliche Auswechslung des alten Zählers kümmert sich das Bayernwerk.(pq)

 

www.bayernwerk.de