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Studie: Versorgungssicherheit und Energiewende bewegen die Wirtschaft

22.07.2022 – Eine aktuelle Studie der Managementberatung Atreus zeigt, dass das Risikomanagement rund um Versorgungssicherheit und Investitionen in eine schnellere „grüne“ Transformation hohe Priorität in der Energiewirtschaft und auch bei vielen (Industrie-)Unternehmen haben. Die gestiegenen Energiepreise, die Gefahr von Versorgungsengpässen sowie nachhaltige Bestrebungen zum Klimaschutz überlagern der Studie zufolge viele andere unternehmerische Faktoren und sind Katalysator für beschleunigte Transformationsprozesse. Laut Studie geben über 65 Prozent der Befragten an, dass das Thema Energie bei Unternehmen der große „Booster für eine schnellere Digitalisierung“ ist und den Produktionsstandort Deutschland deutlich verändern wird.

Innovationen, Digitalisierung und Transformationsgeschwindigkeit entscheidend

„Das Risikomanagement für die Energiebeschaffung gilt aktuell als oberste Priorität. Der in Kraft gesetzte Notfallplan Gas und die Sorge vor einer sich weiter zuspitzenden Lage befeuern diese Entwicklung weiter”, sagt Martin Schulz, Partner und Direktor von Atreus. „Das Thema Energie gehört mittlerweile aus Risiko- und Investitionsgründen zu den Top-Themen.  Die Transformationsgeschwindigkeit in eine klimaneutrale Zukunft wird massiv beschleunigt“, verdeutlicht Schulz. Innovationen, vor allem in den Bereichen Energieerzeugung, Speicher, Übertragung/Transport/Verteilung, Flexibilisierung und Energie-Effizienz gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Die „nachhaltige Wirkung“ der kommenden Entwicklung der Energiewende wird mehrheitlich mit ca. 44 Prozent mittelfristig (1-3 Jahre) gesehen, ca. 35 Prozent sehen die Entwicklung langfristig (mehr als drei Jahre). Eine kurzfristige Entwicklung (die nächsten 12 Monate) halten ca. 12 Prozent für wahrscheinlich und stark instabil und schwankend beurteilen ca. 8 Prozent der Befragten die aktuelle Situation.

Mehr als 70 Prozent sehen daher auch mittelfristig (1-3 Jahre) einen Bedarf an veränderten Kompetenzen und externem Know-how als gravierend bei der Bewältigung der neuen Aufgaben für ihr Unternehmen an. Dies auch, um im nationalen und internationalen Umfeld und Wettbewerb gut aufgestellt zu sein. „Insofern darf man davon ausgehen, dass die Fachkräfteentwicklung bei Unternehmen sektorübergreifend in allen Branchen für den Energiebereich an Dynamik zulegen wird“, ergänzt Thomas Gläßer, Direktor und Leiter der Solution Group Infrastruktur-Großprojekte bei Atreus.

Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen

Die wesentlichen Faktoren für die Beschleunigung der Energiewende werden von den befragten Unternehmen und Entscheidungsträgern bei einer massiven Verbesserung der regulatorischen und allgemeinen gesetzlichen Rahmenbedingungen, dem Ausbau von erneuerbaren und alternativen Energiequellen sowie dem Aus- und Umbau der Übertragungs- und Verteilnetze gesehen. Zu den wichtigen Umbauthemen bei der schnell geforderten Energiewende zählen „Erzeugung und Speicherung“ und die damit verbundenen Themen Verteilung, Flexibilisierung und Effizienzsteigerung.

Im Zeitraum Mai bis Juni 2022 hat Atreus unter der Leitung von Martin Schulz und Thomas Gläßer rund 700 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen – befragt.

www.atreus.de