09.12.2024 – Deutschlands Städte und Gemeineden setzen zunehmend auf digitale Technologien, um aktuelle Herausforderungen wie der Integration erneuerbarer Energien, der Dekarbonisierung oder der wachsenden Zahl an Hochwasserereignissen zu meistern. Mit Hilfe der Digitalisierung sollen widerstandsfähige und resiliente Infrastrukturen aufgebaut werden, die es möglich machen, kurzfristig auf Ereignisse reagieren zu können und dabei gleichzeitig auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen.

Insbesondere die Digitalisierung mit LoRaWAN eröffnet neue Möglichkeiten zur Erhöhung der Widerstands-, Regenerations- und Entwicklungsfähigkeit einer Kommune. Dank der Informationen, die mit Sensoren erfasst und über das LoRa-WAN-Netz übertragen werden, können Städte und Gemeinden effizientere und effektivere Strategien entwickeln um schnell reagieren zu können.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Anwenden lässt sich die LoRaWAN-Technologie heute in vielen Bereichen. Wenn mithilfe von Sensoren Daten zur Luftverschmutzung erhoben werden, können bei Überschreitung der zugelassenen Grenzwerte von Schadstoffen entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Datenerfassung durch Sensoren zur genauen Analyse und Prognose von Flutereignissen. Viele gefährliche Szenarien bleiben oft unerkannt oder werden erst spät entdeckt. Durch eine LoRaWAN-gestützte Überwachung mit Sensoren an neuralgischen Orten ändert sich dies. Mit den Sensoren werden Pegelstände automatisch erfasst und die Messwerte an die zuständigen Stellen weitergeleitet. So entstehen Schritt für Schritt widerstandsfähige Infrastrukturen für die Smart City.
Neben der schnellen Datenverfügbarkeit bei akuten Ereignissen, lassen sich mit LoRaWAN auch kontinuierlich Daten, beispielsweise zum Energieverbrauch in Gebäuden, erfassen. Das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis spätestens 2045 haben alle Städte und Gemeinden fest im Blick. „Das Submetering mit LoRaWAN hilft Immobilienbetreibern und Bewohnern, Potenziale zur Einsparung von CO2 und Kosten zu erkennen, was langfristig wiederum zu einem bewussteren Umgang mit Heizenergie führt. Submetering ist daher ein Geschäftsmodell, auf das viele unserer Kunden aus dem Stadtwerke-Umfeld setzen“, berichtet René Claussen, Geschäftsbereichsleiter IoT & Digitale Lösungen bei ZENNER. Mit der Lösung BuildingLink zur digitalen Steuerung von Heizkörperthermostaten bietet ZENNER eine weitere Lösung an, mit der sich in der Praxis häufig mehr als 30 Prozent an Heizenergie und -kosten einsparen lassen.
Ressourcen intelligent nutzen
Maßnahmen, die darauf einzahlen, Energie einzusparen und Emissionen zu senken werden seit Jahren aktiv vorangetrieben – in den Sparten Strom, Gas, Wärme oder im Submetering. Die Digitalisierung schafft die notwendige Transparenz. Verordnungen, wie beispielsweise die aktuelle Heizkostenverordnung regeln die Pflicht zur Umstellung auf fernauslesbare Messtechnik oder bezüglich einer Datenübertragung über das Smart Meter Gateway.

Netzverluste minimieren
Zu einer widerstandsfähigen Wasser-Infrastruktur gehören neben der digitalen Messtechnik auch Lösungen, die dazu beitragen, Netzverluste zu minimieren. Laut aktueller Studien über die Wasserverluste in der öffentlichen Wasserversorgung, entsprechen die Netzverluste in Deutschland – je nach Größe des Verteilnetzes – ca. zehn Prozent der eingespeisten Frischwassermenge. Um die Wasserverluste im Netz zu reduzieren, haben die Stadtwerke Stade gemeinsam mit ZENNER und der HST Systemtechnik ein Pilotprojekt realisiert, in dem mit Hilfe von LoRaWAN-Technologien entsprechende Verluste detektiert und qualifiziert werden können. Die eingesetzten Sensoren erfassen dabei präzise die Messwerte von unterirdischen oder schwer zugänglichen Rohrleitungen. Mit LoRaWAN werden die Sensoren drahtlos verbunden und die gesammelten Daten in definierten Abständen und – im Bedarfsfall in Echtzeit – an eine zentrale Plattform, wie element iot von ZENNER übertragen. René Claussen zieht ein positives Fazit: „Wirtschaftlich gesehen amortisieren sich die initialen Anfangsinvestitionen vor allem durch die langfristige Reduzierung von Wasserverlusten und die geringeren Personalkosten beim Auffinden von Leckagen. Gleichzeitig wird die Betriebssicherheit deutlich gesteigert, weil präventive Maßnahmen bereits bei drohender Leckage ergriffen werden können.“
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