
Die Stadtwerke Altdorf haben gemeinsam mit Zenner International die Digitalisierung von Trafostationen konsequent umgesetzt. (Quelle: iStock / Arturs Graudins) )
Mit der Energiewende ergeben sich neue Anforderungen an das Stromverteilnetz. Der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien, E-Mobilität, Ladeinfrastruktur und die Elektrifizierung des Wärmesektors beeinflussen die Stabilität der Stromnetze. Die Wahrung der Netzstabilität ist für Netzbetreiber heutzutage eine viel komplexere Herausforderung und erfordert eine kontinuierliche Überwachung des Netzzustands – auch um Störungen oder Versorgungsausfällen aktiv vorzubeugen. Der Digitalisierung von Ortsnetzverteilstationen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.
Überwachung von Ortsnetz-Trafostationen mit LoRaWAN
Ortsnetz-Trafostationen werden überwiegend noch in festen Intervallen gewartet und Störungen meist manuell festgestellt. Oft fehlen Betreibern wertvolle Echtzeitdaten, die Aufschluss über aktuelle Netzzustände ermöglichen. Über ein LoRaWAN-Funknetz und mit entsprechender Mess- und Übertragungstechnik in den Stationen lassen sich die benötigten Netzzustandsdaten an IoT-Plattformen – wie die B.One Element IoT von Zenner – übertragen und für das Monitoring der Netzbetreiber anwendungsfallspezifisch aufbereiten und weiterverarbeiten.
Durch die frühzeitige Erkennung von Störungen lassen sich teure Anlageschäden und im schlimmsten Fall Stromausfälle vermeiden und die Netzstabilität wird gestärkt. Die nachgerüstete Sensorik ist dabei kostengünstig und unkompliziert zu installieren.
Stadtwerke Altdorf: Transparenz im Stromnetz mit LoRaWAN
Das Niederspannungsnetz der Stadtwerke Altdorf GmbH erstreckt sich laut eigenen Angaben über 280 km Leitungslänge mit einer jährlichen Stromentnahme von rund 60 Mio. kWh. Im Stadtgebiet werden ca. 4800 Hausanschlüsse mit elektrischer Energie versorgt.
Um die Transparenz im Netz zu schaffen haben die Stadtwerke Altdorf gemeinsam mit Zenner International GmbH & Co. KG die Digitalisierung von Trafostationen konsequent umgesetzt. Von insgesamt 80 Trafostationen wurden 50 mit smarter LoRaWAN-Übertragungstechnik ausgestattet, welche direkt an die Messtechnik des Trafos angebunden wird und für eine effiziente und sichere Übertragung der erhobenen Daten sorgt.
„Mit der Nachrüstung unserer Ortsnetz-Trafostationen über LoRaWAN haben wir nun einen direkten Einblick in deren Betriebszustand und sind nicht mehr „blind“ unterwegs. Wir erhalten Live-Daten und können so deutlich schneller auf Abweichungen reagieren“, erklärt Jörg Paulus, Stellvertretende Leitung Netzbetrieb Strom / Energiedatenmanagement bei der Stadtwerke Altdorf GmbH.
„Als Projektleiter von Zenner war es für mich besonders spannend zu sehen, wie wir gemeinsam mit den Stadtwerken diese Digitalisierung vorantreiben konnten. Die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit hat nicht nur dazu geführt, dass wir einen echten Mehrwert für das Netzmanagement geschaffen haben, sondern auch, dass wir als Team viel voneinander lernen konnten“, ergänzt Patrick Leiner, Projektmanager IoT bei Zenner International.
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