Mit dem Erwerb von 100% der Anteile der eBZ GmbH stärkt Kamstrup seine Position im deutschen Stromzählermarkt. Bewährte Messtechnik aus Bielefeld trifft auf internationale Technologiekompetenz – eine Verbindung, die neue Perspektiven für die Digitalisierung der Verbrauchsmessung eröffnet.
Zwei Unternehmen, gemeinsame Perspektiven
Seit dem 1. Oktober 2026 gehört die Bielefelder eBZ GmbH vollständig zur dänischen Kamstrup A/S. Damit bündeln zwei Unternehmen ihre Kompetenzen, die sich in wesentlichen Bereichen ergänzen.
Während eBZ seit 2014 elektronische Stromzähler speziell für die Anforderungen deutscher Energieversorger und Messstellenbetreiber entwickelt, ist Kamstrup international als Anbieter intelligenter Messlösungen für Wasser, Wärme, Kälte und Strom etabliert. Die Verbindung aus lokaler Marktkenntnis, langjährigen Kundenbeziehungen und internationaler Technologie- und Softwarekompetenz eröffnet neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung intelligenter Messtechnik.
Kontinuität am Standort Bielefeld
Für Kunden und Geschäftspartner steht Kontinuität im Mittelpunkt. Betrieb und Produktion in Bielefeld werden fortgeführt und sollen durch weitere Investitionen gestärkt werden. Ein wesentliches Merkmal von eBZ ist die enge Verzahnung von Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung. Von der Auswahl der Komponenten bis zur automatisierten Produktion und Prüfung werden zahlreiche Prozesse am Standort Bielefeld abgebildet.
Beide Unternehmen prägen das gemeinsame Qualitätsverständnis: Kamstrup und eBZ stehen für höchste Ansprüche an Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit.Die gebündelten Kompetenzen und gemeinsamen Wertevorstellungen sind die starke Grundlage für zukünftige Entwicklungen innerhalb der Kamstrup-Gruppe.
Die Anforderungen des Marktes im Blick
Die Digitalisierung der Energiewirtschaft stellt Messstellenbetreiber vor wachsende Herausforderungen. Neben Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gewinnen Wirtschaftlichkeit, Interoperabilität und eine unkomplizierte Installation zunehmend an Bedeutung.
Mit seinen elektronischen Stromzählern und unterschiedlichen Kommunikationstechnologien bietet eBZ praxisorientierte Lösungen für diese Anforderungen. Die technischen Vorteile der integrierten wireless M-Bus-Kommunikationsschnittstelle im Zählertyp WD3 zeigt beispielsweise die Zusammenarbeit mit VALENDA Metering in der Praxis.
Smart-Meter-Rollout effizient gestalten: 1:n und wireless M-Bus in der Praxis
Der Smart-Meter-Rollout verlangt nach wirtschaftlichen und skalierbaren Messkonzepten. Besonders in Mehrparteiengebäuden sind Lösungen gefragt, die zuverlässige Kommunikation ermöglichen und gleichzeitig den Installationsaufwand reduzieren. Ein Projekt von VALENDA Metering zeigt, wie der WD3 von eBZ dazu beitragen kann.
Wenn Wirtschaftlichkeit auf technische Anforderungen trifft
Mit der zunehmenden Verbreitung von Mieterstrommodellen und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung steigen die Anforderungen an die Messinfrastruktur. Wo zahlreiche Verbrauchsstellen erfasst werden müssen, entscheiden neben den Eigenschaften der Zähler auch Montageaufwand, Kommunikationskonzept und Integrationsfähigkeit über die Wirtschaftlichkeit.
Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte 1:n-Messkonzepte, bei denen mehrere moderne Messeinrichtungen über ein gemeinsames Smart-Meter-Gateway zum intelligentem Messsystem werden.
Wireless M-Bus ermöglicht dabei die drahtlose Übertragung von Messdaten ohne zusätzliche Kommunikationsverkabelung zwischen den Zählern. Gerade bei größeren Zähleranlagen und im Gebäudebestand sind die Vorteile spürbar.
VALENDA Metering setzt auf den WD3
Wie sich diese Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen, zeigt ein Projekt von VALENDA Metering in Lehrte.
Das Unternehmen ist seit vielen Jahren als wettbewerblicher Messstellenbetreiber in Deutschland tätig und betreut Strom-, Gas- und Wärmemessungen für Industrie- und Gewerbekunden. Insbesondere Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung haben zuletzt an Bedeutung gewonnen.
Für das Projekt in Lehrte setzt VALENDA Metering auf 1:n mit wireless M-Bus und WD3-Zählern von eBZ. Die Installation wurde innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Kennzeichnend sind wenige Bauteile, minimaler Montageaufwand und eine kompakte Anordnung der Messtechnik. Das eingesetzte Konzept ist für Strombelastungen bis 100 A ausgelegt und vermeidet kritische Temperatur-Hotspots. Das Praxisbeispiel verdeutlicht, wie sich technische Anforderungen und wirtschaftliche Gesichtspunkte miteinander verbinden lassen.
Kommunikation von Anfang an integriert
Eine wichtige Voraussetzung für solche Anwendungen ist die zuverlässige Zusammenarbeit von Mess- und Kommunikationstechnik. Beim WD3 hat eBZ die wireless-M-Bus-Technologie direkt in den elektronischen Stromzähler integriert. Bis Oktober 2026 hat eBZ nach eigenen Angaben bereits mehr als 200.000 WD3-Zähler ausgeliefert.
Interoperabilität als Erfolgsfaktor
Neben der wirtschaftlichen Installation ist die herstellerübergreifende Kommunikation ein entscheidender Faktor. Messstellenbetreiber benötigen Lösungen, die sich flexibel in unterschiedliche Systemumgebungen integrieren lassen.
Der WD3 unterstützt das wireless M-Bus OMS-Kompaktprofil für die interoperable Kommunikation mit geeigneten Smart-Meter-Gateways .Ein wichtiger Meilenstein war 2023 ein gemeinsamer Zulassungstest des WD3 mit dem OMS-Kompaktprofil bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Für sein Engagement im Bereich der Interoperabilität wurde eBZ auf der ZMP 2025 in Leipzig mit dem Interoperabilitäts-Award von PPC Power Plus Communications AG, mit Sitz in Mannheim ausgezeichnet.
Praxistaugliche Lösungen für die Zukunft
Das Projekt mit VALENDA Metering zeigt, worauf es bei modernen Messkonzepten ankommt: eine durchdachte Kombination aus Messtechnik, Kommunikation und Installation. Drahtlose Kommunikation kann den Montageaufwand reduzieren, während interoperable Schnittstellen die flexible Einbindung in intelligente Messsysteme unterstützen. Für Messstellenbetreiber sind dies wichtige Voraussetzungen, um den Smart-Meter-Rollout wirtschaftlich voranzubringen.
Mit dem WD3 und weiteren Kommunikationslösungen, wie z. B. LoRaWAN, verfolgt eBZ diesen praxisorientierten Ansatz bereits seit vielen Jahren.
Als Teil von Kamstrup wird eBZ seine Kompetenzen künftig weiter ausbauen und die Entwicklung zuverlässiger, zukunftsfähiger Messtechnik für den deutschen Energiemarkt vorantreiben.
Kontakt & Impressum
eBZ GmbH
Neusser Straße 8
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www.ebzgmbh.de




