26.10.2026 – Die geplante Reform der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) soll ab 2029 die Rahmenbedingungen für Erzeugungsanlagen und Stromspeicher verändern. Unternehmen, deren Projekte von der Reform betroffen sein könnten, bietet Greenflash seine Unterstützung an.
Ziel der Reform ist es, ein freies und faires Agieren aller Netznutzer in den verschiedenen Märkten zu ermöglichen, ohne dabei die Netzbelange zu übergehen. Ende des Jahres soll der bisher geltende Vertrauensschutz enden, also die garantierte Netzentgeltbefreiung. Betroffene Unternehmen müssen Investitionen rechtzeitig in die Wege leiten.
Der 31. Dezember 2026 wäre nach dem derzeitigen Entwurf für potenzielle Betreiber von Energieerzeugungsanlagen ein wichtiger Stichtag. Noch nicht in Betrieb genommene Projekte könnten die gesetzliche 20-jährige Befreiung von Netzentgelten nach § 118 Abs. 6 EnWG nicht erhalten. Eine Investitionsentscheidung für nicht realisierte Projekte müsste demnach noch vor dem 01. Januar 2027 entscheidend sein.
Die Final Investement Decision (FID) allein würde aber nicht ausreichen. Um den Vertrauensschutz zu bewahren, müsste die jeweilige Anlage spätestens bis zum 4. August 2029 in Betrieb genommen werden. Das würde für die betroffenen Unternehmen bedeuten: Eine Investitionsentscheidung sollte nicht nur wirtschaftlich tragfähig sein, sondern auch Planung, Genehmigung, Netzanschluss und Umsetzung müssten zeitlich abgestimmt werden.
Ab 2029 sollen Erzeugungsanlagen, die bis dahin nicht unter den Vertrauensschutz fallen, durch ein jährliches Kapazitätsentgelt an den Netzkosten beteiligt werden. Derzeitige Schätzungen rechnen mit etwa 4 bis 7 Euro pro Kilowatt und Jahr – auf 20 Jahre hochgerechnet – eine halbe Millionen Euro für eine 4-MW-Anlage. Die tatsächliche Höhe der Entgelte kann sich noch verändern und ist von der endgültigen Ausgestaltung abhängig.
Das Energiesystem als Ganzes planen
Die geplanten regulatorischen Rahmenbedingungen würden die Notwendigkeit unterstreichen, Speicher, PV-Anlagen und Energiemanagement als Gesamtsystem zu planen, um Netzentgelte, Strommarkt, Eigenverbrauch und Betriebsweise optimal aufeinander abstimmen zu können.
Greenflash selbst arbeitet bereits mit solchen Energiesystemen und haben gute Voraussetzungen für einen funktionierenden, wirtschaftlichen Betrieb. Das Unternehmen empfiehlt, die geplanten Projekte für PV-Anlagen und Speicher rechtzeitig – unter Berücksichtigung der geltenden Fristen – in Angriff zu nehmen.
Greenflash möchte die Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen unterstützen und bei der Umsetzung begleiten. Laut eigenen Angaben realisiert und plant Greenflash bereits seit längerem solche Energiesysteme. Ihre Empfehlung lautet: PV- und Speicherprojekte sollten frühzeitig geprüft und in die Wege geleitet werden – unter Beachtung der vorgesehenen Fristen.
Der Fachanalyst Energiemarkt, bei Greenflash, Benjamin Daum empfiehlt den Unternehmen, schon jetzt zu prüfen – oder überprüfen zu lassen – welche Auswirkungen die Rahmenbedingungen auf ihre Energieprojekte haben und welche Maßnahmen erforderlich sein könnten. Die Chancen der Energiewende könnten durch die ganzheitliche Planung von Speichern, PV-Anlagen und Energiemanagement genutzt werden und damit verbunden eine Unabhängigkeit von steigenden Kosten und veränderten Marktbedingungen zu erreichen.
Greenflash arbeitet an Energiesystemen für die Industrie – von der Planung bis zum Betrieb. Das Kernstück bildet die KI-basierte Software Greencore AI. Mithilfe dieser Software können Erzeugung, Verbrauch sowie Speicher aufeinander abgestimmt werden und unter Berücksichtigung der Strommarktpreise optimiert werden. (rp)


