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Deutschlands Solarkarte

01.09.2026 – Die kürzlich erfolgte Photovoltaik-Freiflächenausschreibung macht deutlich, in welchen Regionen das Zuschlagsvolumen wächst – und wo es zurückgeht.  

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der PV-Freiflächenausschreibung für den Gebotstermin am 1. Juli 2026 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass insgesamt 261 Zuschläge mit einem Volumen von 2.135 MW erteilt wurden. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 4,79 ct/kWh nach 4,94 ct/kWh in der vorherigen Runde. 

Bild: Sophon_Nawit/stock.adobe.com

Bayern verliert, Nordrhein-Westfalen gewinnt deutlich dazu  

Bayern erreichte im vergangenen März noch 693 MW, im Juli fällt es auf 431 MW. Niedersachsen sinkt von 340 auf 225 MW und auch Baden-Württemberg fällt von 333 auf 265 MW. Insgesamt verlieren die drei Bundesländer also etwa 445 MW an Zuschlagsvolumen. Für das Land Bayern sinkt das bundesweite Volumen auf 20 statt 30 Prozent. Andere Bundesländer verzeichnen einen Aufstieg ihres Zuschlagsvolumens. Dazu gehören: Mecklenburg-Vorpommern mit 189 statt 104 MW, Rheinland-Pfalz mit 239 anstelle von 152 MW – der Gewinner ist Nordrhein-Westfalen, das Volumen steigt von 52 auf 233 MW an.  

„Wir sehen eine bemerkenswerte regionale Verschiebung. Nordrhein-Westfalen vervierfacht sein Zuschlagsvolumen innerhalb nur einer Runde. Das zeigt, wie schnell sich die regionale Projektlandschaft verändern kann“, sagt Dr. Johann Heller, Geschäftsführer von deeeper. „Dies ist insbesondere für rare Netzanschlüsse relevant.“ 

Auch im Bereich der Zuschlagswerte ist ein Erfolg zu verzeichnen – der zulässige Höchstwert von 5,90ct/kWh wurde deutlich unterschritten. Im März lagen die erfolgreichen Gebote zwischen 3,99 und 5,10 ct/kWh – in diesem Juli liegen sie zwischen 4,38 und 4,97 ct/kWh.  

Alle Zuschläge auf einen Blick 

Deeeper, ein Anbieter für KI-gestützte Geodatenanalyse, hat alle Zuschläge georeferenziert – in den deeeper energy maps sind die erfolgreichen Projekte sichtbar, sodass eine Kombination mit weiteren Netz-, Energie- und Infrastrukturdaten erfolgen kann. Für Deeeper ist das Ziel, künftig Zusammenhänge aus den einzelnen Daten nutzbar zu machen und damit eine fundierte Grundlage für Investitions- und Standortentscheidungen zu ermöglichen.  

Inwiefern es sich bei den neuen Zahlen um langfristige regionale Verschiebungen handelt – unabhängig von der Anzahl an gebotsreifen Projekten– könnte sich bei der nächsten Ausschreibungsrunde am 1. Dezember 2026 zeigen. (rp)  

www.deeeper.de