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Im flow: Energiesteuerung mit KI

20.08.2026 – Die neue Generation des flow-Energiemanagers von Hager wurde durch die KI-Software AI360 erweitert. So sollen die Energieflüsse in Gebäuden optimiert und dynamische Stromtarife berücksichtigt werden.  

Die neue Hardwaregeneration R3 des Energiemanagementsystems flow ist modular aufgebaut und soll zur Steuerung, Speicherung und Energienutzung dienen. Mithilfe aktueller Strommarktdaten und Wetterprognosen ermittelt die Anwendung, wann ein geeignetes Zeitfenster für Energiespeicherung und das Laden von Elektrofahrzeugen ist. Im Energiemanager laufen alle Informationen zusammen und können mithilfe von AI360 verarbeitet werden. Die Software reguliert zudem Wärmepumpen, Ladesäulen, Energiespeicher sowie Photovoltaikanlagen und berücksichtigt dabei variable Netzentgelte und dynamische Tarife – und dies gemäß § 14a EnWG und § 9 EEG. 

Die Informationen über den individuellen Energiebedarf, Lastprofile und persönliche Gewohnheiten nutzt das System, um den Stromverbrauch zu optimieren – damit könne laut Hersteller um bis zu 90 Prozent reduzieren.  

Energiemanagement-Controller flow R3. (Bild: Hager Vertriebs­ge­sell­schaft mbH & Co. KG)

Modularer Systemaufbau  

Der modulare Aufbau des flow R3 ermöglicht eine Anpassung an Ein- und Mehrfamilienhäuser bis hin zum Kleingewerbe. In Kombination mit dem flow-R3-Hybridwechselrichter kann der produzierte Solarstrom einer Photovoltaikanlage im eigenen Haushalt, oder für Elektrofahrzeuge verwendet werden. 

Der Batteriespeicher kann die Solarenergie speichern und eine spätere Verwendung koordinieren. Optional steht zusätzlich die flow-ATS-Box bereit, um eine Stromversorgung auch bei Netzausfällen sicherzustellen. 

Flexibles vernetzen

Flow R3 kann auch in Mieterstrommodellen integriert werden. Steigt der Leistungsbedarf, lassen sich nach Herstellerangaben zwei Batterietürme pro Wechselrichter und eine Verschaltung von bis zu fünf Systemen ermöglichen.   

Bis zu acht witty plus Ladestationen von Hager sollen mit verschiedenen Lademodi eingebunden werden können. Eine Anbindung an kompatible Abrechnungssysteme gelingt mit der Open-Charge-Point-Protocol-Schnittstelle (OCPP).    

Technische Daten im Überblick 

Der 12-kW-Hybridwechselrichter ist für eine PV-Leistung von bis zu 18 kWp ausgelegt und aufgrund der drei Maximum-Power-Point-Tracker (MPP) für moderne Gebäude mit drei Dachseiten geeignet. Für eine nutzbare Kapazität von 5,5 bis 14,75 kWh und eine Be- und Entladeleistung von 6 bis 12 kW eignet sich der LFP-Batteriespeicher.  

Die Wechselrichter und Batterien können mit einem Abstand von bis zu 30Metern montiert werden und sind aufgrund der Schutzart IP65 für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Die Integration von flow in bestehende KNXSysteme erfolgt über den Domovea-Server von Hager.   

Geplante Erweiterungen  

Mit einer geplanten Funktion für bidirektionales Laden (V2X) soll die Einbindung von Elektrofahrzeugen in das Energiemanagement umsetzbar sein. Das Elektrofahrzeug könne dann anstelle eines reinen Verbrauchers als aktiver Energiespeicher für das eigene Zuhause (V2H), Firmengebäude (V2B) oder das öffentliche Stromnetz (V2G) dienen. Damit soll sowohl ein Beitrag zur Netzstabilität als auch der Eigenverbrauch optimiert werden.  

Fortlaufende Anpassungen an neue Marktanforderungen sollen mithilfe regelmäßiger und kostenloser Softwareupdates sichergestellt werden, kündigt Hager an.(rp)   

https://hager.com/de

Beitragsbild: Hager Vertriebs­ge­sell­schaft mbH & Co. KG