06.08.2026 – Die KI-gestützte Wissensplattform kraftwerk.Knowledge will Versorgungsunternehmen bei der Bewältigung des anwachsenden Wissens- und Dokumentationsbedarfs unterstützen.
Mit dem Einsatz des KI-Tools „kraftwerk.Knowledge” sollen Stadtwerke in die Lage versetzt werden, ihr Dokumentenmanagement (DMS) besser an die regulatorischen, technischen und marktseitigen Veränderungen anzupassen. Dabei wählt die Anwendung der kraftwerk Software Gruppe einen grundlegend anderen Ansatz als gängige DMS-Lösungen: Anstatt Anwender dazu zu zwingen, Dokumente zu kategorisieren oder mit Schlagworten zu versehen, erschließt die Plattform jedes Dokument automatisch per KI-gestützter semantischer Analyse.
Somit können Mitarbeitende ihre (An-)fragen dem System in natürlicher Sprache stellen und erhalten eine Antwort mit Verweis auf das Quelldokument. Nach Angaben der Entwickler ist die KI-basierte Lösung explizit darauf ausgelegt, keine Halluzinationen zu erzeugen: Die Antworten basieren ausschließlich auf den vorhandenen Dokumenten und nicht auf dem Allgemeinwissen des Sprachmodells.
Konkrete Anwendungsfälle
Im Tagesgeschäft eines Stadtwerks soll sich der Nutzen der App in unterschiedlichen Konstellationen zeigen können: So werden beispielsweise Dokumente und Vorgänge automatisch archiviert und per Chatbot abrufbar. Auch zurückliegende Abstimmungen zwischen Lieferanten, Netz- und Messstellenbetreibern lassen sich schnell rekonstruieren. Zudem sind Zählerstand und Seriennummer über OCR direkt extrahierbar und können der Anlage zugeordnet werden. Fragen zu MsbG-Anforderungen, GPKE-Festlegungen oder aktuellen BDEW-Anwendungshilfen beantwortet der KI-Assistent innerhalb weniger Sekunden aus dem internen Archiv, ohne dass die jeweiligen Mitarbeiter:innen den ursprünglichen Speicherort kennen müssen. In Summe sollen all diese Anwendungsfälle zu Zeitersparnissen im operativen Geschäft führen.
Dokumentenimport
Die Dokumente können über sechs parallele Eingangskanäle in das KI-System übertragen werden: Via Web-Upload, Telegram-Bot mit OCR für Fotos und Sprachmemos, E-Mail, SSH-HotFolder, Syncthing oder ERP-Direktanbindung. Dabei werden die Metadaten automatisch extrahiert, sodass eine manuelle Verschlagwortung entfällt.
Die Lösung ist ab sofort verfügbar und wird als Software-as-a-Service vom Softwareunternehmen bereitgestellt. Das Hosting erfolgt ausschließlich in Deutschland und ist DSGVO-konform. Darüber hinaus weisen die Entwickler explizit darauf hin, dass die in der Plattform eingesetzten KI-Modelle vertraglich nicht für das Training mit Kundendaten genutzt werden – eine zentrale Zusicherung bei den sensiblen Markt- und personenbezogenen Verbrauchsdaten in der Versorgungswirtschaft. (cp)


