08.09.2026 – Ein wichtiger Aspekt für die Energiewende gerät häufig in den Hintergrund: Menschen, die die Zukunft der Energienetze gestalten und dabei eine sichere Energieversorgung möglich machen.
Am 3. September dieses Jahres wurde deutlich, wer diese Menschen künftig sein werden. In Paderborn trafen sich mehr als 70 Absolventinnen und Absolventen, die den Abschluss der Ausbildung, dem dualen Studium oder beruflicher Höherqualifizierung am kommunalen Energieunternehmen Westfalen Weser feiern wollten.

Die stolzen Absolvent*innen aller Prüfungsabschlüsse: 22 Auszubildende, 5 dual Studierende, 22 Netzmeister, 14 Verteilnetztechniker sowie 9 geförderte Höherqualifizierte zum Netzmeister, Fachwirt, Bachelor, Master oder Netzingenieur. (Bild: Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG)
Fachkräfte werden zum Schlüsselfaktor
Im Zuge der Energiewende steigen die Anforderungen an eine sichere Energieversorgung stetig. Regulatorische Vorgaben müssen umgesetzt, Netze müssen ausgebaut und die Versorgungssicherheit muss gewährleistet werden. Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte stetig.
Zusätzlich werden in den kommenden Jahren viele der erfahrenen Mitarbeiter in den Ruhestand versetzt, wodurch der Bedarf an gut ausgebildete und geschulte Mitarbeiter ansteigt. Westfalen Weser bildet einen Großteil der benötigten Fachkräfte daher weiterhin selbst aus.
Über 70 erfolgreiche Abschlüsse in einem Jahr
Das Ausbildungs- und Studienangebot hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut und auch die Höherqualifizierung, z.B. zum Netzmeister, anerkannt. Von September 2025 bis September 2026 haben 72 Absolventinnen und Absolventen erfolgreich ihre Ausbildung, ihr duales Studium oder ihre Höherqualifizierung zum Fachwirt, Meister, Bachelor, Master oder Netzingenieur abgeschlossen.
„Die Energiewende gelingt nur mit qualifizierten Menschen, die Stromnetze und Energiesysteme planen, bauen und betreiben. Mit unseren eigenen Programmen für Ausbildung und Weiterqualifizierung mit IHK- und Hochschulabschlüssen sichern wir Fachkräfte für unser Unternehmen und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zu einer stabilen und effizienten Energieversorgung in unserer Region“, sagt Burkhard Thiele, Leiter Berufliche Bildung bei Westfalen Weser.

Lars Pöhler gehört zu den gefeierten Absolventen und ist nun Netzmeister Strom bei Westfalen Weser. (Bild: Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG)
Vom Auszubildenden zum Netzmeister
Ein Beispiel für die erfolgreichen Entwicklungsmöglichkeiten ist Lars Pöhler. Im Jahr 2018 begann er seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei Westfalen Weser. Danach qualifizierte er sich zum Berufsspezialisten für Verteilnetztechnik Gas und Wasser. Zudem hat er nun die Weiterbildung zum „Bachelor Professional Geprüfter Netzmeister Strom“ erfolgreich beendet. Er gehört zu den Menschen, die eine zuverlässige Energieversorgung in der Region sicherstellen. Lars Pöhler ist ein gutes Beispiel dafür, welche Entwicklungsmöglichkeiten durch die Aus- und Weiterbildungen bei Westfalen Weser möglich sind.
„Mit jeder Weiterbildung habe ich mehr Verantwortung übernommen und ein tieferes Verständnis dafür entwickelt, wie wichtig unsere Aufgabe für eine sichere Energieversorgung ist. Dass Westfalen Weser diese Entwicklung aktiv fördert, eröffnet mir persönlich neue Perspektiven, stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Netze und erhöht so die Sicherheit der Energieversorgung in unserer Region,“ so Pöhler.
Perspektiven für die Region
Das Unternehmen begleitet derzeit mehr als 160 Menschen bei ihrer Ausbildung, dem Studium und ihrer beruflichen Höherqualifizierung – auch für Partnerunternehmen. Im August dieses Jahres sind 34 neue Auszubildende und dual Studierende bei Westfalen Weser in eine neue, berufliche Perspektive gestartet. (rp)


