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Strategien justiert 

05.08.2026 – Mit dem Verkauf des Contracting-Geschäfts an die RheinEnergie fokussiert sich die EnBW konsequent auf ihr erklärtes Kerngeschäft im Umbau des Energiesystems. Der Kölner Versorger stärkt seinerseits seine Position als Energiedienstleister. 

Bild: Looker_Studio/stock.adobe.com

Die EnBW und die Kölner RheinEnergie haben eine Vereinbarung über den Verkauf des EnBW-Contracting-Geschäfts geschlossen. Laut EnBW verfügt das Contracting-Geschäft über gute Wachstumschancen, gehört jedoch nicht zum unmittelbaren strategischen Kerngeschäft des Unternehmens. EnBW plant bis 2030 Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro, insbesondere in den weiteren Ausbau der Strom- und Gasnetze, erneuerbare Energien, wasserstofffähige Gaskraftwerke sowie die Elektromobilität. Vor diesem Hintergrund sei die kontinuierliche Überprüfung des Portfolios hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Übereinstimmung mit der strategischen Ausrichtung fester Bestandteil der Geschäftsroutine. 

Im Ergebnis geht das Contracting-Geschäft nun an die RheinEnergie, die auf diesem Wege ihr Energiedienstleistungsgeschäft als einen zentralen Wachstumstreiber des Unternehmens gezielt weiterentwickelt  

Das Contracting-Portfolio der EnBW umfasst deutschlandweit rund 200 Anlagen. Mit der geplanten Übernahme erweitert die RheinEnergie ihre Kompetenzen insbesondere bei komplexen Industrieprojekten und im Geschäft mit der öffentlichen Hand. Gleichzeitig wächst das Unternehmen auf rund 800 Anlagen und 1.100 MW installierte Leistung und gehört künftig zu den führenden Anbietern komplexer Energiedienstleistungen (EDL) in Deutschland. Teil der Vereinbarung ist zudem der Übergang der rund 150 Contracting-Mitarbeitenden der EnBW zur RheinEnergie.     

„Ich freue mich, dass wir mit RheinEnergie einen Partner gefunden haben, unter dessen Dach sich das Contracting-Geschäft erfolgreich weiterentwickeln kann – mit einer klaren Perspektive für die Projekte und damit sowohl für unsere Kund*innen als auch für unsere Mitarbeitenden“, erklärt Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. „Mit dem Verkauf schärfen wir unseren strategischen Fokus im Bereich der Erzeugung, um unsere starke Wettbewerbsposition im Markt zu behaupten. Diese Fokussierung unterstützt die Umsetzung unseres ambitionierten Wachstumsprogramms, damit EnBW auch weiterhin ihre zentrale Rolle in der Transformation des Energiesystems wahrnehmen kann.“  

„Die Energiewende findet nicht nur in Stromnetzen und Erzeugungsanlagen statt, sondern zunehmend direkt bei unseren Kunden – in Industrieunternehmen, Quartieren, Krankenhäusern, Kommunen und der Wohnungswirtschaft. Deshalb bauen wir unser EDL-Geschäft seit Jahren konsequent bundesweit aus“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG. „Mit der Übernahme des EnBW-Portfolios beschleunigen wir diesen Weg und entwickeln die RheinEnergie zu einem der führenden Anbieter komplexer Energie- und Wärmelösungen in Deutschland.“   

Kontinuität für Kund:innen und Mitarbeitende  

Für die Contracting-Kunden der EnBW läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter. Bestehende Verträge und Konditionen gelten unverändert fort und werden vollumfänglich übernommen.  

Auch für die Mitarbeitenden wurde eine verlässliche Perspektive vereinbart: RheinEnergie wird den Standort Stuttgart mit der gesamten Belegschaft erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2029 ausgeschlossen. 

Über die Höhe des Kaufpreises haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht u. a. unter dem Vorbehalt der Bestätigung der zuständigen Kommunalaufsicht sowie der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde, die spätestens zum Jahresanfang 2027 erwartet werden. Bis dahin führt die EnBW das Geschäft fort.  (pq) 

www.enbw.com 

www.rheinenergie.com