31.07.2025 – Die IT-Unternehmen Cortility und Datango haben eine Partnerschaft vereinbart, um die Nutzerakzeptanz (User Adoption) bei der Einführung von IT-Projekten in Energieversorgungsunternehmen zu verbessern.
Im Rahmen der neuen Kooperation wird Cortility die Werkzeuge des Anbieters von User-Adoption-Lösungen Datango in sein Angebots-Portfolio aufnehmen und diese speziell bei Energieversorgern (EVU) implementieren. Auf diese Weise wollen beide IT-Unternehmen eine gemeinsame Lösung anbieten, die EVU in die Lage versetzen, ihre Mitarbeiter optimal auf neue Softwarelandschaften vorzubereiten und kontinuierlich zu schulen. Bei der User Adoption handelt es sich im Prinzip um eine weiter gedachte Form des E-Learnings. Darunter versteht man den Prozess, wie Anwender neue Technologien, Systeme oder Arbeitsweisen annehmen und nutzen. Die User Adaption basiert auf einem Schulungskonzept, das kontinuierlichen Support vor, während und nach dem Go-live neuer IT-Umgebungen bietet.
Drei Elemente

„Unsere Kunden können zukünftig von einer nahtlosen Integration der Datango-Technologien in ihre bestehenden SAP- und Nicht-SAP-Umgebungen profitieren“, kommentiert André Schäuble, Teamleiter SAP Basis der Cortility. (Bild: cortility GmbH)
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit beider IT-Unternehmen liegt auf der Unterstützung von Migrationsprojekten, sei es von SAP ECC zu SAP S/4HANA oder anderen Lösungsportfolios im Bereich IT und Energie. Wie so ein Support aussehen kann, erläutert Cortility an folgendes Beispiel:
Mal angenommen, Cortility führt bei den Stadtwerken xyz ein neues IT-Produkt bzw. AddOn ein, mit dem später x Mitarbeiter schrittweise arbeiten sollen. Bei diesem Vorhaben kann mit dem Datango Creator eine Software zum Einsatz kommen, die den Prozess beim Aufsetzen eines neuen Systems erfasst, diesen ähnlich einem Video wiedergibt und zudem eine virtuelle Umgebung zum Einarbeiten in die einzelnen Arbeitsschritte bereitstellt. Erweiternd dazu können auch Dokumentationen als Word- oder PDF-Dokumente erzeugt und übersetzt werden, die die einzelnen Arbeitsschritte eines Prozesses wiedergeben – wobei nach Unternehmensangaben insgesamt vier Output-Formate zur Verfügung stehen: Word, PDF, PPTX und HTML. Die Nachbearbeitung der Dokumente ist auch möglich, wodurch etwa Texte und Design geändert oder Fotos vergrößert und verschoben werden können.
Mit der weiteren Anwendung namens Datango Collaborator können angefertigte Lerninhalte und Personen, die in Verbindung mit diesen Inhalten stehen, auf einer Plattform verwaltet werden. Dabei wird unterschieden, wer als Autor arbeiten oder als User lernen darf. Im Collaborator wird auch festgelegt, welche Inhalte für welche Personengruppen zur Verfügung stehen sollen.
Die Live-Hilfe-Applikation „Datango Live!“ soll Mitarbeiter dann unterstützen, wenn sie Hilfe bei der Arbeit benötigen: Sie bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tipps oder Erklärungen, ohne die Anwendung zu verlassen.
„Mit den Datango-Lösungen haben wir die Möglichkeit, eine einheitliche E-Learning-Plattform bereitzustellen. Das wird vor allem neuen Mitarbeitern beim Onboarding-Prozess helfen: Sie müssen sich keine Dokumentationen mehr selbst zusammensuchen. Mitarbeiter können eingearbeitet werden, ohne spezielle Präsenzschulungen zu besuchen. Das System ist offen für komplexe energiewirtschaftliche Softwarelösungen (auf Basis SAP und für Non-SAP Systeme), aber auch für standardisierte Personalsoftware oder z.B. für Brandschutzschulungen“, fasst André Schäuble zusammen. (cp)

