09.02.2026 – Die neue KI-basierte End-to-End-Lösung von RIZM und Entelios soll Energiekosten senken, ohne Produktionsprozesse zu gefährden.
Energieintensive Industrieunternehmen können ihre Flexibilität künftig automatisiert und ohne Produktionsrisiken am Strommarkt einsetzen. Das Tech-Startup RIZM und der Flexibilitätsvermarkter Entelios haben dafür eine gemeinsame KI-basierte End-to-End-Lösung vorgestellt, die Produktionsanlagen direkt mit den Strommärkten verbindet.
Digitale Zwillinge treffen Strommarktlogik
Kern der Lösung ist der Einsatz digitaler Zwillinge in der Produktion. Die Plattform von RIZM identifiziert und quantifiziert mithilfe von KI die tatsächlich verfügbare Flexibilität direkt im laufenden Betrieb. Auf dieser Basis entstehen automatisierte „Flexibility Bands“, die exakt abbilden, in welchem Rahmen Anlagen gesteuert werden können, ohne operative Grenzen zu überschreiten. Produktionsvorgaben wie Prozesswärme, Lieferfristen oder Qualitätsanforderungen bleiben dabei jederzeit gewahrt.
Diese Echtzeitdaten übergibt RIZM an Entelios. Der Flexibilitätsvermarkter optimiert die verfügbaren Kapazitäten anschließend über eine eigene Cross-Market-Optimierung. Das System analysiert laufend Preissignale an den relevanten Märkten und entscheidet automatisiert, ob die Flexibilität im Day-Ahead-, Intraday- oder Regelenergiemarkt eingesetzt wird. Ziel ist eine marktübergreifende Maximierung der Erlöse.
Zusätzliche Erlöse bei gesicherter Produktion
Für Industrieunternehmen soll der Ansatz die Möglichkeit eröffnen, Energiekosten zu senken, aber ohne operative Risiken einzugehen. Da die Steuerung auf Basis der realen Betriebsdaten erfolgt, bleibt die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet.
„In einer volatilen Energiewelt darf Flexibilität kein Risiko für die Produktion sein, sondern muss zu einem kalkulierbaren Ertragsfaktor werden“, sagt Joshua Küpper, CBO und Co-Gründer von RIZM. Die Kombination aus digitalem Zwilling und automatisierter Vermarktung nehme Unternehmen die Hürde zur Marktteilnahme. (pms)


