23.10.2026 – Einige wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB) und Unternehmen aus der Smart-Meter-Branche schlagen vor, für „Smart Meter Light“ die etablierte 1..n-Technologie von Smart-Meter-Gateways zu nutzen.
In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Initiatoren Solandeo und Hausheld einen pragmatischen Weg zu „Smart Meter Light“. Dabei sollen die bestehenden Smart-Meter-Gateways anstelle von neuer Gerätetechnik eingesetzt werden. Damit lassen sich Prozesse vereinfachen, Kosten senken und Sicherheitsfunktionen weiter nutzen. Die Technologie wird bereits tausendfach genutzt und hat sich bewährt. In Mehrfamilienhäusern und auch beim straßenweisen Rollout versorgt ein Smart-Meter-Gateway mehrere Messstellen gleichzeitig.
Ein Gateway für räumlich getrennte Messstellen
Das Prinzip soll daher auf räumlich getrennte Installationen übertragen werden. Zukünftig sollen Smart-Meter-Gateways auch von zertifizierten Gateway-Administratoren betrieben werden können. Die räumlich getrennten Kunden teilen sich dabei ein Gateway und profitieren von den Vorteilen der 1..n-Technologie.
So kann die bestehende Smart-Meter-Infrastruktur auch für bundesweit verteilte Installationen und freiwillige Einbauten genutzt werden. Bestehende Datenformate, Marktprozesse sowie Funktionen für Cybersicherheit und Datenschutz können weiterhin verwendet werden. Die Voraussetzung dafür ist die Zustimmung der Gesetzgeber. Aus technischer Sicht kann das mit den bestehenden, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Smart-Meter-Gateways funktionieren.
„Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Die 1..n-Technologie ist schon heute in allen modernen Smart-Meter-Gateways eingebaut und funktioniert in der Praxis. Wenn der Gesetzgeber sie für „Smart Meter Light“ öffnet, können wir schneller, wirtschaftlicher und sicherer skalieren“, sagt Bouke Stoffelsma, Vorstandvorsitzender der Hausheld AG.
Konkret wird im Positionspapier gefordert, Smart-Meter-Gateways für „Smart Meter Light“ zuzulassen und ihre 1..n-Funktion für den Betrieb durch die zertifizierten Gateway-Administratoren zu öffnen. Der Rollout wird beschleunigt und gleichzeitig werden bestehende Standards für Sicherheit, Datenschutz und Interoperabilität weiterverwendet. (rp)
Aufmacherbild: Business Image / stock.adobe.com, KI-generiert



