30.10.2026 – Während manche der klassischen BPO-Modelle auf reine Personalüberlassung bauen, nimmt kraftwerk mit seinem neuen BPO-Angebot die Betriebs- und Ergebnisverantwortung für die kompletten Wertströme und Prozessketten in den Blick.
Viele Energieversorger stehen vor der Herausforderung, steigende regulatorische Anforderungen mit begrenzten personellen Ressourcen zu bewältigen. Klassische BPO-Modelle (Business-Process-Outsourcing) stellen eine bekannte Lösung für solch dünne Personaldecken dar, schaffen jedoch bisweilen nur begrenzt Entlastung, wenn sie auf reiner Personalüberlassung nach dem Prinzip „eine Person, ein Prozess“ beruhen. Der Grund: In solchen BPO-Konstellationen verbleibt das Systemwissen größtenteils beim Kunden, die Einarbeitung der externen Kräfte dauert vergleichsweise lange, und fällt die zuständige Person aus, steht der betreute Prozess im Zweifel still.
Mit xPro bringt kraftwerk Software Systems nun ein Angebot auf den Markt, das diesen Ansatz umkehren will: Das Unternehmen übernimmt hierzu die Betriebs- und Ergebnisverantwortung für die kompletten Wertströme und Prozessketten, von Vertrieb und Service über die Abrechnung bis zur Marktkommunikation. „Der Markt braucht keinen weiteren bloßen Dienstleister, sondern einen Betreiber, der Verantwortung übernimmt“, erklärt Margarete Ruwe, Leiterin BPO bei kraftwerk Software Systems. „Als Softwarehersteller kennen wir die Systeme von innen. Deshalb können wir sofort starten. Für Stadtwerke bedeutet das planbare Kosten statt Personalrisiko.“
Teamarbeit
Die zuständigen BPO-Teams arbeiten dabei vorrangig in Systemen, die die Kraftwerk-Gruppe selbst entwickelt hat, etwa der kraftwerk.Plattform auf Basis von Microsoft Business Central oder mit WinEV. Daher soll eine lange Einarbeitung entfallen: Nach Angaben des Softwareunternehmens kann ein erster Pilotprozess innerhalb von ein bis zwei Wochen live gehen. Mit insgesamt 35 einzelnen Prozessen soll das BPO-Angebot die Wertschöpfung End-to-End abbilden. Die Leistung wird an vereinbarten KPIs gemessen, die für Kunden per Echtzeit-Dashboard und Reporting jederzeit einsehbar sind.
Der Team-Betrieb stellt dabei sicher, dass Prozesse nicht an einzelnen Personen hängen. Da die Prozesse für zahlreiche Versorger parallel betrieben werden und direkt an das kraftwerk-Produktmanagement angebunden sind, fließen Erfahrungen und regulatorische Änderungen zudem frühzeitig in Prozesse und Systeme ein. Um die Flexibilität zu gewährleisten sind die Teams prinzipiell auch in anderen Systemumgebungen außerhalb der Kraftwerkgruppe einsetzbar.
Unterschiedliche Ausgangslagen
Das Angebot gliedert sich in drei Bausteine: Bei akuten Personalengpässen soll mit xPro Start ein kurzfristiger Einstieg mit ein bis zwei Prozessmodulen – abgerechnet nach Aufwand – ermöglicht werden. Das Paket xPro Core umfasst die vollständige Übernahme ausgewählter Prozesse zum monatlichen Festpreis. xPro Complete hingegen steht für die End-to-End-Übernahme von Service, Abrechnung und Marktkommunikation mit KPI-Garantie. Das Modell ist ab sofort verfügbar und bereits bei mehreren Stadtwerken und Energievertriebsunternehmen produktiv im Einsatz. (cp)



