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Morgens statt abends laden?

17.08.2026 – Anhand einer Datenanalyse hat das dänische Softwareunternehmen für Ladeinfrastruktur, Monta, die Befürchtung vor einem „Feierabend-Blackout“ untersucht.  

Die Auswertung von mehr als 1,5 Millionen anonymisierter Ladevorgängen, die zwischen Januar und Juli 2026 an den über 250.000 von Monta verwalteten Ladestationen in Deutschland erfasst wurden, zeigt eine unerwartete zeitliche Verteilung: Lediglich 12,4 Prozent der Ladevorgänge erfolgte im kritischen Zeitfenster zwischen 18 und 20 Uhr – eine Zeit, in der die meisten Berufstätigen nach Hause kommen. Der deutlich größere Anteil von 21 Prozent hingegen fällt auf die frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr, was für ein Aufladen der Fahrzeuge vor dem Weg zur Arbeit sprechen könnte.  

Bild: Jim White/stock.adobe.com (KI-generiert)

Da der Hauptanteil des Ladegeschehens der Analyse zufolge schwächer in der abendlichen Hochphase ausfällt als vielfach angenommen, wären auch die Verteilnetze in den Abendstunden weniger stark durch das Laden der Elektrofahrzeuge belastet. Nach Angaben von Monta, könnte ein intelligentes Lademanagement diesen positiven Effekt verstärken, in dem die Zeitfenster genauer koordiniert und mögliche Lastspitzen reduziert werden.  

„Die Diskussion um § 14a EnWG ist zu oft von einem Mangeldenken geprägt, bei dem es nur um die Drosselung von Verbrauchern geht“, kommentiert Max Scherer, COO bei Monta die Ergebnisse und führt weiter aus: „Unsere Daten aus über 1,5 Millionen realer Ladevorgänge in Deutschland zeigen, dass die Realität das Gegenteil der öffentlichen Annahme ist: E-Auto-Fahrer laden vorwiegend morgens, in Zeiten geringer Netzauslastung.“(rp)  

https://monta.com