PV-gestützte Ladeinfrastruktur für Elektrobusse

19.05.2025 – Die FH Kiel zeigt im Projekt EMOSYN, wie kleine Verkehrsunternehmen E-Busse mit PV-Strom wirtschaftlich laden können.  

Die Fachhochschule Kiel hat im Rahmen des Projekts EMOSYN die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) bei der Planung und Optimierung einer Photovoltaik-basierten Ladeinfrastruktur für Elektrobusse unterstützt. Ziel des Projekts war es, den Netzbezug zu senken und Betriebskosten zu reduzieren. 

(Bild: Hospital man / stock.adobe.com, Symbolbild)

(Bild: Hospital man / stock.adobe.com, Symbolbild)

Ladestrategien in Pilotanlage getestet 

Auf dem Betriebshof in Uetersen entstand eine Pilotanlage bestehend aus einer PV-Anlage, einem stationären Speicher und einer Ladestation für sechs Elektrobusse. Über einen Zeitraum von vier Jahren untersuchte das Forschungsteam um Prof. Dr. Klaus Lebert mittels Modellierung und Simulation, wie die Eigenstromnutzung optimiert werden kann. 

„Damit konnten wir die Ladestrategien aus technologischer und wirtschaftlicher Sicht bewerten und konkrete Empfehlungen generieren“, erklärt Lebert. Eine zentrale Erkenntnis: In den Sommermonaten sei ein Ladevorgang sowohl mittags als auch abends sinnvoll, um den selbsterzeugten Strom optimal zu nutzen. 

Modell soll auch anderen Unternehmen nutzen 

Das entwickelte Modell könne als Blaupause für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen dienen, so die FH Kiel. Dr. Thomas Becker, Geschäftsführer der KViP, betont: „Wir kennen jetzt die relevanten technischen, betrieblichen und ökonomischen Parameter, um die regenerative Energieeigenerzeugung in unsere Elektrifizierungsstrategie einzubinden.“ 

Die KViP plant den Ausbau der Ladeinfrastruktur und hat bereits 27 weitere Elektrobusse bestellt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur förderte das Projekt mit rund 312.000 Euro. Die FH Kiel erhielt davon rund 154.000 Euro. (pms)  

 www.fh-kiel.de  

www.kvip.de