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Batteriespeicherkapazität verfünffacht

12.01.2026 – Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat sich die Kapazität stationärer Stromspeicher in nur fünf Jahren mehr als verfünffacht. Inzwischen sind etwa 2,4 Millionen Batteriespeicher in Deutschland in Betrieb.  

Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) beträgt die Gesamtspeicherkapazität der rund 2,4 Millionen installierten Batteriespeicher bereits deutlich über 25 Gigawattstunden (GWh). Rein rechnerisch könnte damit der durchschnittliche private Tagesstromverbrauch von über drei Millionen modernen 2-Personen-Haushalten in Deutschland gespeichert werden.  

(Bild: BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V.)

(Bild: BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V.)

Nach einer vorläufigen Bilanz des BSW-Solar wurden 2025 knapp 600.000 neue stationäre Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt rund 6,5 GWh neu in Betrieb genommen. Dies entspricht einem leichten Kapazitätsplus gegenüber dem Vorjahr 2024 in Höhe von rund fünf Prozent. Während die Nachfrage nach Heimspeichern gegenüber 2024 um rund acht Prozent zurückging, boomte der Markt für neu installierte Groß-Batteriespeicher der Megawattklasse: Dieser konnte sich nach Verbandsangaben mehr als verdoppeln. Ein Kapazitätsplus in Höhe von immerhin rund 30 Prozent verzeichneten 2025 neu installierte Gewerbespeicher. 

Weiterer Ausbau nötig 

Auch für das Jahr 2026 erwartet der Verband ein weiteres Marktwachstum bei Großspeichern. Im Heimsegment werde indes die weitere Investitionsbereitschaft stark von der Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens für die Photovoltaik und für Wärmepumpen abhängen.  

Trotz der Kapazitätszuwächse in den letzten Jahren befindet sich der Speicherausbau nach Einschätzung von Energieexperten in Deutschland noch nicht auf der Zielgeraden. Nach Meinung des BSW-Solar müsse die installierte Batteriespeicherkapazität bis 2030 auf rund 100 GWh vervierfacht werden.  

„Damit Speicher ihr volles Potenzial entfalten können, sollten Netzanschlussverfahren beschleunigt werden und Netzentgeltregeln künftig Anreize zur Systemdienlichkeit enthalten. Zudem müssen schnell massengeschäftstaugliche Prozesse geschaffen werden, unter anderem durch Digitalisierung bei den Netzbetreibern, und Speicher lösungsorientiert in den Redispatch integriert werden“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, Carsten Körnig. (cp) 

www.solarwirtschaft.de  

Beitragsbild: tongpatong / stock.adobe.com