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Baustrom aus der Box

08.05.2026 – Kein Netzanschluss auf der Baustelle oder der Dieselgenerator ist zu schwach? Für solche und weitere Anwendungsfälle hat Aggreko skalierbare Batteriespeicherlösungen entwickelt, die den Baualltag erleichtern.

Foto: Aggreko Deutschland GmbH

Wie bekomme ich ausreichend Strom auf die Baustelle? Diese Frage dürften sich wohl einige Verantwortliche im Infrastrukturbau bereits einmal gestellt haben – quer durch alle Gewerke und Branchen. Denn nicht immer ist ein Netzanschluss vor Ort oder er ist für bestimmte Baumaschineneinsätze unterdimensioniert. In solchen Fällen heißt die Lösung oft: Dieselgenerator. Doch Baustellengeneratoren haben einige Defizite: Sie sind laut, wenig effizient, CO2-intensiv und müssen je nach angeschlossenem Verbraucher überdimensioniert werden, um die Leistungsspitzen der Maschinen abzufangen.

Hier kommen nun Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) als Ergänzung oder Alternative ins Spiel, denn diese können sinnvoll in die Baustellenpraxis integriert werden – auch bei klassischen (Groß-) Baustellen in der Energiebranche. Das Unternehmen Aggreko hat hierzu ein Lösungsportfolio entwickelt und vermietet skalierbare Speichersysteme, die ein effizientes Lastmanagement bei der Baustromversorgung ermöglichen.

Der Regelfall: kleinere Lasten

In vielen Fällen, bei denen ein BESS-Einsatz bei Aggreko angefragt wird, handelt es sich um Baustellen, auf denen die meiste Zeit ein gleichmäßig geringes Lastprofil vorherrscht, wie Ulli Zürn, Product & Applications Technical Specialist bei Aggreko Deutschland, erklärt: „In der Regel sehen wir den Anwendungsfall, dass unsere Kunden eine sehr geringe Last über den Tag verteilt haben – im Lastband zwischen 2 KW bis 5 KW – aber kein Baustellenstromanschluss vor Ort vorhanden ist. So ein Lastprofil deckt ein kleineres BESS mühelos ab. Wenn dann ein paarmal am Tag eine stärker ziehende Maschine wie beispielsweise ein Verdichter oder eine Betonpumpe angeworfen werden, wird das BESS gefordert, um diese Lastspitzen auszugleichen.“

Hat das BESS seinen Tageseinsatz erledigt, kann es über einen externen Dieselgenerator innerhalb von Stunden wieder aufgeladen werden, um ausreichend Leistung für den kommenden Arbeitstag auf der Baustelle zu haben. Die Vorteile dieser vermieteten BESS-Generatorlösung liegen auf der Hand: In dieser Konstellation verursachte der Dieselgenerator weniger Lärm, CO2-Emmissionen und Kosten, da er nicht wie üblich den gesamten Tag auf der Baustelle läuft. Kleinere BESS können alternativ abends auf einen ausreichend dimensionierten Lkw gehoben und anschließend zum Betriebshof des Bauunternehmens gefahren werden, um sie dort am Netz aufzuladen.

Der Einzelfall: Krananwendungen

Sobald ein Turmkran ins Spiel kommt, muss in Einzelfällen die Auslegung der BESS angepasst werden, da Baukräne zwar eine niedrige Grundlast, jedoch eine hohe Spitzenlast aufweisen. So ein Leistungsprofil kann problematisch werden, wenn der Standardbaustellenanschluss nicht ausreichend bemessen ist: „Selbst, wenn man extra einen Dieselgenerator nur für den Baukran hinstellen würde, müsste das Aggregat deutlich überdimensioniert werden, damit es die Leistungsspitzen überhaupt abfangen kann. Dies liegt daran, dass klassische Generatoren nur maximal 50 Prozent der Leistung auf einen Schlag zuschalten können. Also muss der Generator so ausgelegt sein, dass er mit diesem Leistungsverhalten jede erdenkbare Lastspitze des Krans kompensieren kann. Bei einem BESS ist sowas nicht nötig, da hier direkt 100 Prozent zur Verfügung stehen“, erläutert Zürn. Vor diesem Hintergrund hat Aggreko eine Speicherlösung in seinem Mietportfolio, die mit 150 KVA-Leistung in der Spitze (bei 75 KVA-Dauerleistung) die meisten der gängigen Krananwendungen unterstützt – und die auf Wunsch mit einem separaten Dieselgenerator zum Aufladen auf die Baustelle kommt.

Management von Motorstarts und transienten Lasten: BESS können bei hohen Anlaufströmen größererer Verbraucher unterstützend eingreifen. Dadurch wird die Belastung der Hauptstromquelle vermindert, was Generatoren einen effizienteren Betrieb ermöglicht. (Grafik: Aggreko Deutschland GmbH)

Der Spezialfall: Einsatz beim Versorger

Das Einsatzgebiet von angemieteten Batteriespeichern beschränkt sich nicht ausschließlich auf mittlere bis größere Bauvorhaben. Auch für spezielle Bauprojekte im Energiesektor eignet sich die skalierbaren BESS: „Wir hatten vor zwei Wochen die Anfrage eines Kunden in Deutschland. Dieser wollte nach einer standardmäßigen Revision seiner Anlage seine Verbraucher testen. Da die Anlage in einem Wasserschutzgebiet steht, kann man dort nicht einfach zig Dieselgeneratoren hinstellen, die von morgens bis abends laufen. Also kamen wir mit unseren skalierbaren Ein- Megawatt-Speichern ins Gespräch, um die Stromversorgung zu sichern“, berichtet Zürn.

Der Integrationsfall: komplexere Anwendungen

Um die Performance und den Gesundheitszustand der vermieteten Speicher im Blick zu behalten, hat Aggreko alle seine BESS mit Fernwirkmodulen ausgestattet, die alle 15 Minuten zentrale Leistungsdaten wie etwa Strom, Spannung oder Temperatur an den Cloud-Service des Unternehmens senden. Auf Wunsch können sich die Kund:innen ein Servicepaket hinzubuchen, mit dem Sie ebenfalls den Cloud-Zugriff auf die Performancedaten des Speichers erhalten.

Während die kleineren BESS mit bis zu 150 KVA-Spitzenleistung in einfachen Umbaugehäusen auf die Bauplätze geliefert werden, kommen die größeren Systeme ab 300 KVA im Container zum Einsatzort. Mit dem Wechsel in diese höheren Leistungsklassen steigt auch die Skalierbarkeit: Bis zu zehn einzelne 300 KVA-Containerlösungen lassen sich parallelschalten. Zudem werden in diesem Segment komplexere Anwendungen ermöglicht, da sich die Speicher via Modbus in vor Ort bestehende Steuerungskonzepte integrieren lassen. Besonders bei größeren Bauprojekten ist dies vorteilhaft, wenn bereits Messkonzepte für Schaltfelder vorhanden sind, in die die von Kunden angemieteten BESS integriert werden sollen. (cp)

www.aggreko.com