25.06.2026 – Der ESiP-Analyzer unterstützt Energieversorger und Industrie bei der optimierten Energiespeicher-Nutzung.

Auslegungsergebnisse im ESiP Analyzer – Relevante KPI wie Spitzenlastsenkung, Speichergröße und Amortisation lassen sich direkt ermitteln. (Bild: Fraunhofer IWU, Maske des ESiP integriert in KI-generiertes Bild)
Das Analysetool des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen (IWU) ESiP steht für Energiespeicher in der Produktion und zielt auf die intelligente Integration erneuerbarer Energie ab. „Bisherige Erfahrungen zeigen, dass gezielte Simulationen und optimierte Betriebsstrategien in einigen Szenarien die Nutzung von annähernd der Hälfte des selbst erzeugten Stroms ermöglichen“, betont das Institut. Zudem profitiere auch die Stabilität des Stromnetzes vom optimierten Einsatz von Speichern.
Datenbasierte Energiespeicherplanung
Der ESiP Analyzer unterstützt das Energiemanagement vorrangig in produzierenden Unternehmen. Neben der klassischen Lastspitzensenkung ermögliche das Tool nach Fraunhofer-Angaben, verschiedene Anwendungsfälle zu bewerten. Unternehmen können in der Lösung ihre verschiedenen Anwendungsszenarien für Speicherlösungen, beispielsweise auf der Maschinen- oder Fabrikebene, anlegen. Das Tool unterstütze konkret bei der Planung, Integration und der Betriebsführung.
„Die Entwicklung spezifischer Auslegungsverfahren für unterschiedliche Anwendungsszenarien ist ein Kernmerkmal des Tools. Darüber hinaus werden auch wichtige Betriebsführungsfaktoren wie die Systemeffizienz und spezifische Produktionsparameter in die Simulationen einbezogen“, ergänzt das Fraunhofer IWU. Unternehmen sollen so ihre passende Speicherlösung finden und auf Basis optimaler Betriebsstrategien langfristig effizient und wirtschaftlich betreiben können.
Sollten grundlegende Planungsdaten fehlen, zum Beispiel fehlende Lastprofilwerte oder Ertragsdaten, könne der ESiP Analyzer Skalierungen oder Simulationen für den Anwendungsfall ergänzen für eine fundiertere Analyse. Außerdem zeige die Lösung Möglichkeiten zur Speichernutzung in unterschiedlichen Anwendungen: Konkret nennt das Fraunhofer IWU die Teilnahme am Energiemarkt, die Notstromversorgung und die Rückspeisung von Energie auf Maschinenebene.

In einer Chemnitzer Pilotanlage wird das Fraunhofer IWU ab September 2026 Batterien automatisiert und KI-gestützt zerlegen. (Bild: Fraunhofer IWU)
Batterien wiederverwenden
Auf der Smarter E in München hat das Fraunhofer IWU zudem Einblicke in Ihrer Batterieanalyse-Pilotanlage in Chemnitz gegeben. In der aktuell im Bau empfindlichen Einrichtung sei ab September 2026 die Demontierung von Traktionsbatterien bis auf Zellebene möglich. Mittels KI-Technologien und einem Analysemodul zur Bewertung ihres State of Health werden funktionstüchtige Komponenten identifiziert und einer geeigneten Wiederverwendung zugeführt. (cst)

