13.10.2026 – Anlässlich einer Demonstration zur Energiewende hat Green Planet Energy eine repräsentative Civey-Umfrage in Auftrag gegeben. Eine große Mehrheit wünscht sich von der Energiepolitik mehr Unabhängigkeit von Energieimporten.
88 Prozent der Befragten erachten es für wichtig, dass Deutschland im Hinblick bei seiner Energieversorgung möglichst unabhängig von Energieimporten aus dem Ausland wird. Knapp zwei Drittel, also 64 Prozent, stufen diese Forderung sogar als sehr wichtig ein.
„Die Menschen haben in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt, wie stark die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten auf den Geldbeutel durchschlägt. Die Folgen waren steigende Strom- und Heizkosten sowie Rekordpreise an den Tankstellen“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. „Wind und Sonne müssen wir nicht importieren. Genau deshalb sind Erneuerbare nicht nur Klimaschutz, sondern auch ein Stück Unabhängigkeitspolitik. Jede Kilowattstunde aus heimischer Wind- und Solarenergie ersetzt Energieimporte und macht Deutschland krisenfester.“
Die Energiewende als Arbeitgeber
Auch in Bezug auf die Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien zeigt die Umfrage Wissenslücken: Mehr als jede zweite Person (54 Prozent) unterschätzt die tatsächliche Zahl von 436.000 Beschäftigten. Laut einer im September 2026 veröffentlichten Szenario-Analyse der Bertelsmann Stiftung könnte die Branche bis 2035 auf über 707.000 Beschäftige wachsen.
„Viele Menschen verbinden die Energiewende vor allem mit Windrädern und Solaranlagen. Weniger sichtbar ist, dass dahinter längst hunderttausende Arbeitsplätze in Mittelstand, Handwerk, Industrie, Planung, Betrieb und Service stehen“, so Tangermann. „Erneuerbare Energien sind heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland und sorgen für Arbeitsplätze, Gewerbesteuern und Einnahmen für Städte und Gemeinden im ganzen Land.“
Was Stromerzeugung wirklich kostet
Ein gemischtes Bild zeigt sich mit Blick auf die Kosten: Die Frage, mit welcher Technologie am günstigsten Strom produziert werden könne, wurde von 36 Prozent mit Solarenergie und von 35 Prozent mit Atomkraftwerken nahezu gleich häufig beantwortet. Nur 17 Prozent nannten Windenergie, obwohl eine Studie des Fraunhofer ISE zeigt, dass die Stromentstehungskosten für Windenergieanlangen an Land und Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Deutschland am niedrigsten sind.
Atomkraftwerke neu zu bauen, gilt als eine der teuersten Optionen für die Stromerzeugung – mit 13,6 bis 49 Cent pro Kilowattstunde. Für Windenergieanlagen an Land und Solarparks beträgt die Kostenspanne 4,1 bis 9,2 Cent pro Kilowattstunde.
Verlässliche Bedingungen für die Energiewende
Anlässlich der Energiewende-Demonstration am 9. Oktober forderte Green Planet Energy den Bundestag auf, die Energiewende konsequent voranzutreiben, anstatt mit dem geplanten Netzpaket neue Risiken für Wind- und Solarprojekte zu schaffen und so Investitionen, Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung zu gefährden. (rp)



