17.07.2025 – Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat einen praxisorientierten Leitfaden zur schwimmenden Photovoltaik veröffentlicht. Ziel ist es, Kommunen, Stadtwerken, Energieversorgern und Unternehmen den Einstieg in die Floating-PV-Technologie zu erleichtern. Der Leitfaden bündelt technisches Know-how, rechtliche Grundlagen und Nachhaltigkeitsanalysen auf über 100 Seiten.
Floating-PV-Anlagen – also Solarmodule, die auf künstlichen Gewässern wie Bagger- oder Stauseen installiert werden – gelten als vielversprechende Lösung, um den Flächenbedarf der Energiewende zu reduzieren. Die globale Leistung solcher Anlagen ist von 10 Megawatt im Jahr 2014 auf über 7,7 Gigawatt im Jahr 2023 gestiegen. In Deutschland sind vor allem industrielle Gewässer und ehemalige Tagebaustandorte potenzielle Standorte. Laut Fraunhofer ISE könnten allein bei einer moderaten Flächennutzung von 15 Prozent bis zu 19 Gigawatt installiert werden.
Rechtlicher Rahmen, Technik und Betrieb im Fokus
Der Leitfaden basiert auf den vom BMWK geförderten Projekten „PV2Float“ und „FPV4Resilience“ und behandelt neben technischen Grundlagen auch Fragen der Planung, Genehmigung und Wirtschaftlichkeit. Dazu zählen Empfehlungen für Unterkonstruktionen, Module, Wechselrichter und Hinweise zur Minimierung ökologischer Auswirkungen.
Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachtet
Besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit. Die Analyse umfasst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Floating PV schont Landflächen und kann gleichzeitig zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse beitragen – besonders dort, wo der erzeugte Strom direkt vor Ort genutzt wird.
Der Leitfaden richtet sich an eine breite Zielgruppe, also nicht nur Projektierer, sondern auch Entscheidungsträger in Verwaltung und Industrie. (pms)



