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Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung in der Praxis

21.08.2026 – Wie sich die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (gGV) unter realen Bedingungen realisieren lässt, zeigt der End-to-End-Serviceplattformanbieter neugemacht anhand zweier Pilotprojekte.

Mit der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (gGV) hat der Gesetzgeber einen neuen Rahmen geschaffen, um lokal erzeugten Photovoltaikstrom direkt innerhalb von Mehrparteienhäusern zu verteilen. Doch um dieses Modell in der Praxis wirtschaftlich und regulatorisch umzusetzen, bedarf es einer engen Verknüpfung von intelligenten Messsystemen, digitalen Prozessen sowie der Kooperation unter den Marktpartnern. Die neugemacht GmbH zeigt anhand zweier erfolgreicher gGV-Praxisprojekte im Netzgebiet der Bayernwerk Netz, wie sich so eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung unter realen Bedingungen implementieren lässt.

Eines der beiden Projekte zur gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (gGV) wurde im Ärztehaus Scheßlitz durchgeführt. (Bild: neugemacht GmbH)

Eines der beiden Projekte zur gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (gGV) wurde im Ärztehaus Scheßlitz durchgeführt. (Bild: neugemacht GmbH)

Im Mittelpunkt der Projekte im bayerischen Bischberg und Scheßlitz stehen jeweils ein Wohngebäude mit insgesamt 13 Nutzungseinheiten, die über eine leistungsfähige Photovoltaikanlage mit lokal erzeugtem Solarstrom versorgt werden. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Batteriespeicher, Wallboxen für Elektromobilität sowie ein Home Energy Management System (HEMS), das Erzeugung, Speicherung und Verbrauch intelligent miteinander verknüpft.

Dabei werden sämtliche Energieflüsse im 15-Minuten-Takt vom Intelligenten Messsystem (iMsys) erfasst. Dies ermöglicht nach Angaben von neugemacht eine präzise Zuordnung des erzeugten Solarstroms zu den einzelnen Verbrauchern dank virtuell errechneter Zähler. Auf diese Weise soll der Eigenverbrauch maximiert und gleichzeitig eine transparente sowie rechtskonforme Abrechnung sichergestellt werden.

Intelligente Verzahnung

Als spezialisierter wettbewerblicher Messstellenbetreiber übernahm neugemacht die komplette technische Umsetzung der intelligenten Messinfrastruktur in den beiden Referenzprojekten – zuzüglich der PV-Stromverteilungsberechnung sowie der finalen PV-Strom-Abrechnung und Weitergabe der Daten via Marktkommunikation. Hierfür nutzt das Unternehmen seine eigene Plattform, über die sich komplexe Versorgungskonzepte mit zahlreichen Marktrollen, Erzeugungsanlagen und Verbrauchern steuern lassen.

„Die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung ist weit mehr als ein neues Vermarktungsmodell für Photovoltaikstrom. Sie erfordert eine intelligente Verzahnung von Messsystemen, Marktkommunikation, Energiedatenmanagement und automatisierten Abrechnungsprozessen. Genau dafür haben wir eine leistungsfähige digitale Plattform entwickelt, die sämtliche energiewirtschaftlichen Prozesse integriert. Gemeinsam mit Bayernwerk Netz zeigen wir, dass sich innovative Versorgungskonzepte heute bereits zuverlässig, wirtschaftlich und skalierbar realisieren lassen“, hebt Aurelius Wosylus, Geschäftsführer der neugemacht GmbH, hervor. (cp)

www.neugemacht.com