20.03.2026 – Im Projekt „InInspekt“ entwickeln Forschende ein robotergestütztes Verfahren zur Inspektion von Rotorblättern in Windenergieanlagen.
Die Wartung von Windenergieanlagen ist aufwendig und riskant, insbesondere bei Inspektionen im Inneren der Rotorblätter. Um Schäden zu erkennen, müssen Inspektionsteams bislang in die Blätter eindringen, oft in Höhen von bis zu 240 Metern. Diese Arbeiten sind sicherheitskritisch und führen zu längeren Stillstandzeiten sowie höheren Kosten.
Ein Forschungsverband unter Beteiligung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg arbeitet deshalb an einer robotergestützten Lösung, die Inspektionen automatisieren und sicherer machen soll.

So könnte die mobile Plattform, entwickelt von EduArt Robotik, im Einsatz aussehen. (Bild: EduArt Robotik)
Multisensorik und KI im Einsatz
Im Projekt „InInspekt“ sollen künftig Roboter die bei einer Inspektion anfallenden Aufgaben übernehmen. Sie bewegen sich autonom im Inneren der Rotorblätter und erfassen den Zustand der Materialien mithilfe verschiedener Sensoren.
Zum Einsatz kommen unter anderem 3D-Laserscanner, Kamerasysteme sowie Wärmebildtechnik. Die Daten werden kombiniert und mithilfe von KI ausgewertet, um Schäden frühzeitig zu erkennen.
Mehr Präzision bei der Schadensanalyse
Ein zentrales Element ist die hochauflösende Vermessung der Rotorblattstruktur. Für einzelne Flächen entstehen eine detaillierte e 3D-Punktwolke, die selbst kleine Schäden sichtbar machen soll.
„Das Verbundprojekt und der daraus entstehende Roboter werden dazu beitragen, die Lebensdauer der Rotorblätter von Windrädern zu verlängern und die Wartungskosten zu reduzieren“, sagt Andreas Nüchter von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Neben der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sind mehrere Partner beteiligt: Das Unternehmen EduArt Robotik entwickelt die mobile Plattform, während LATODA / Adoxin UG KI-Modelle zur automatisierten Schadenerkennung beisteuert. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung bringt ihre Expertise in der zerstörungsfreien Prüfung ein.
Langfristig soll die Technologie dazu beitragen, Wartungsprozesse in der Windenergie effizienter zu gestalten und Stillstandzeiten zu reduzieren. (pms)


