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Solarauktion deutlich unterzeichnet

30.06.2022 – Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1.126 Megawatt der Ausschreibung für Solarenergie des ersten Segments zum Gebotstermin 1. Juni 2022 wurden 116 Gebote mit einem Volumen von 714 MW eingereicht. Zu Solaranlagen des ersten Segments zählen Freiflächenanlagen und Solaranlagen die auf, an oder in baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind.

Als Hauptgrund für die Unterzeichnung nennt die Bundesnetzagentur die Erhöhung des Ausschreibungsvolumens in diesem Jahr auf 3.600 MW. 2021 wurde mit 1.850 MW nur gut die Hälfte ausgeschrieben. Darüber hinaus könnten der Behörde zufolge auch Schwierigkeiten bei der verbindlichen Bestellung von Modulen und nicht kalkulierbare Preise zu einem zurückhaltendem Gebotsverhalten geführt haben.
Bei der jüngsten Solarauktion konnten 109 Gebote mit einem Umfang von 696 MW konnten bezuschlagt werden. Regional betrachtet entfällt das weitaus größte bezuschlagte Volumen auf Gebote mit Standorten in Bayern (399 MW, 64 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Schleswig-Holstein (72 MW, sechs Gebote) und Niedersachsen (45 MW, sieben Gebote).

Solaranlage Feld

Bei der jüngsten Solarauktion entfielen die meisten Zuschläge an Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen. Foto: Samuel Faber (fabersam) / pixabay.com

Aufgeteilt nach Kategorien konnten die meisten Zuschläge an Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen erteilt werden, insgesamt waren das 55 Zuschläge mit 372 MW, wovon 297 MW an Projekte in Bayern (43 Zuschläge) gingen. Auf die Kategorie mit dem insgesamt zweithöchsten Zuschlagsvolumen – Randstreifen an Autobahnen oder Schienenwegen – entfielen 35 Zuschläge mit 211 MW.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,87 ct/kWh und 5,69 ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 5,51 ct/kWh und damit über dem Wert der Vorrunde (5,19 ct/kWh).

Laut Bundesnetzagentur mussten sechs Gebote aufgrund von Formfehlern vom Verfahren ausgeschlossen werden. Ein Gebot durfte nicht berücksichtigt werden, da das Kontingent für Acker- oder Grünlandflächen des benannten Bundeslandes bereits ausgeschöpft war.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments ist auf den 1. November 2022 terminiert. Dieser Termin wurde nach Informationen der Bundesnetzagentur bislang noch nicht beihilferechtlich von der Europäischen Kommission genehmigt, so dass noch nicht feststehe, ob und zu welchen Regeln er durchgeführt werden könne. (ds)

www.bundesnetzagentur.de