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Virtueller Summenzähler in Hamburger Wohnquartier

24.07.2026 – Die Hamburger Energienetze haben für ein Mieterstromprojekt in der Hansestadt digitale Messtechnik installiert.

Luftbild der Mieterstrom-PV-Anlage in Hamburg-Lokstedt. (Bild: Green Planet Energy)

Luftbild der Mieterstrom-PV-Anlage in Hamburg-Lokstedt. (Bild: Green Planet Energy)

Das Mieterstromprojekt im Hamburg-Lokstedt liefert PV-Strom für insgesamt 143 Wohnungen. Die Energiegenossenschaft Green Planet Energy hat die Installation der 476 PV-Module ausgeführt, die pro Jahr eine etwa 181.000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen. Zudem übernimmt das Unternehmen die Finanzierung der Dach-PV-Anlage. Rechnerisch könne die Solaranlage mehr als die Hälfte des Gesamtstromverbrauchs der Wohnanlage (ungefähr 337.000 Kilowattsunden pro Jahr) decken. Den zusätzlichen Strombedarf deckt Green Planet Energy mit extern beschafftem Ökostrom.

Virtueller Summenzähler

Im Rahmen des Projekts kommt ein digitales Messkonzept der Hamburger Energienetze zum Einsatz. Der städtische Netzbetreiber stattete zunächst die Wohneinheiten mit intelligenten Messsystemen aus. Herzstück des Messkonzeptes ist ein sogenannter virtueller Summenzähler, der die Messwerte der einzelnen Mieterstrom-Parteien digital zusammenführt. Damit entfällt die Notwendigkeit eines zusätzlichen physischen Summenzählers im Zählerschrank.

(v.l.) Jan Bernd Leffers (Bauverein der Elbgemeinden), Chris Duwe (Hamburger Energienetze) und Dr. Dr. Hansjörg Zeller (Green Planet Energy) beim Betriebsstart der Anlage, die digitale Zählerdaten in einer Cloud auswertet. (Bild: Hamburger Energienetze GmbH)

(v.l.) Jan Bernd Leffers (Bauverein der Elbgemeinden), Chris Duwe (Hamburger Energienetze) und Dr. Dr. Hansjörg Zeller (Green Planet Energy) beim Betriebsstart der Anlage, die digitale Zählerdaten in einer Cloud auswertet. (Bild: Hamburger Energienetze GmbH)

Der virtuelle Summenzähler liest als cloudbasiertes Rechenprogramm kontinuierlich die Messwerte der iMSys aus. Im Anschluss erhalten die einzelnen Wohnparteien eine transparente Abbildung ihrer Verbrauchsbilanz. In Quartieren mit vielen dezentralen Zählpunkten eignet sich dieses Messkonzept besonders, weil nur wenig zusätzliche Messtechnik verbaut werden muss. Der Installationsaufwand bleibt nach Aussage der Hamburger Energienetze durch geringe technische Eingriffe in die Bestandsverkabelung gering.

„Mit Mieterstrom und virtuellem Summenzähler bringen wir ein dezentrales Versorgungskonzept in die praktische Umsetzung und schaffen mit digitaler Technik die Voraussetzung dafür, dass lokal erzeugter Strom direkt vor Ort genutzt werden kann“, erklärt Dr. Peter Wolffram, Geschäftsführer der Hamburger Energienetze. Die Inbetriebnahme des Mieterstromprojekts in der Hansestadt erfolgte zum 01.07.2026. Die Bewohner: innen der Wohnanlage am Grandweg profitieren vor allem finanziell: Der Miterstromtarif liege etwa 23 Prozent unterhalb der örtlichen Grundversorgung, ausgehend von einem Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden. Gesetzlich ist eine Ersparnis von mindestens zehn Prozent des Mieterstromtarifs gegenüber der Grundversorgung verpflichtend (§42 Absatz 4 des EnWG). (cst)

www.hamburger-energienetze.de

www.green-planet-energy.de