16.07.2026 – Der wettbewerbliche Messstellenbetreiber inexogy stattet künftig bundesweit die Kunden des Wärmepumpen-Anbieters Galvany mit intelligenten Messsystemen aus.

Galvanys EMS Fusion ermöglicht den Betrieb der Wärmepumpe als steuerbare und marktfähige Einheit. Die nötige Datengrundlage liefern liefen die iMSys von inexogy. (Bild: GALVANY Energy GmbH )
Die Installation der intelligenten Messsysteme (iMSys) übernehmen die Elektriker von inexogy kurz nach der Inbetriebnahme neuer Wärmepumpe beim Kunden. Galvany möchte im Rahmen der Kooperation die Wärmepumpen von Beginn an als vollständig markt- und flexibilitätsfähige Systeme auslegen. Galvany setzt bereits auf das EMS „Fusion“, das die Wärmepumpe zu einer steuerbaren und marktfähigen Einheit mache. Um diesen Ansatz in der Praxis umzusetzen, kommen die IMSys ins Spiel: „Grundlage hierfür sind viertelstundengenaue Messdaten aus intelligenten Messsystemen, eine saubere Marktintegration sowie standardisierte Installations- und Prozessabläufe“, betont Projektpartner inexogy. „Mit dieser Datengrundlage lassen sich dynamische Tarife effizient nutzen und §14a EnWG wirtschaftlich erschließen“, ergänzt Jan Schulze, Head of Energy Management System bei Galvany. Der Mannheimer Messtechnik-Anbieter inexogy kümmert sich beim Smart-Meter-Rollout für Galvany um alle nötigen Aufgaben: Dazu zählen unter anderem Wechselprozesse, Marktkommunikation, Montage und Datenbereitstellung.
Optimierung voranbringen
Galvany sieht in der Kombination von Wärmepumpe, Energiemanagementsystem und Smart Meter drei Optimierungsmöglichkeiten: Bei der zeitvariablen Lastverschiebung wird der Betrieb der Wärmepumpe gezielt in Niedrigpreisphasen verlagert und die thermische Speicherfähigkeit des Gebäudes genutzt. Zudem entstehen durch die Flexibilitätsvermarktung nach §14a EnWG weitere Einnahmequellen. In diesem Zusammenhang werden steuerbare Verbrauchseinrichtungen regulatorisch begünstigt und über reduzierte Netzentgelte monetarisiert werden. Das integrierte Energiemanagement ermöglicht die intelligente Verknüpfung von Erzeugung, Speicher und Verbrauch. In allen Fällen bildet das iMSys die notwendige Datenbasis, um die Optimierung voranzubringen.
Aus der Kombination dieser Faktoren ergeben sich nach Herstellerangaben finanzielle Vorteile für Betreiber von Wärmepumpen. „Ein dynamischer Stromtarif ermöglicht bereits bei intelligenter Steuerung erste Einsparungen im einstelligen Prozentbereich“, erklärt Schulze. „Durch §14a-Module steigt das Potenzial deutlich, da zusätzliche netzseitige Vorteile genutzt werden können. Batteriespeicher erweitern diese Effekte weiter, indem elektrische Lasten aktiv in günstige Zeitfenster verschoben werden. Im Vollausbau mit Photovoltaik sind erfahrungsgemäß sogar vierstellige jährliche Einsparungen möglich.“
Ergänzend zu den Neuanlagen rüstet Galvany auch den aktuellen Wärmepumpen-Bestand schrittweise mit iMSys aus. „Unsere installierte Basis ist bereits heute Fusion-ready ausgelegt. Die Hardware steht in den Gebäuden, es fehlt lediglich die marktseitige Aktivierung. Das intelligente Messsystem von inexogy ist genau dieser fehlende Baustein: Es überführt eine bereits laufende Anlage in eine flexibilitäts- und marktfähige Einheit“, ordnet Jan Schulze ein. (cst)
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