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220 Millionen Euro für den Netzausbau 

13.01.2026 – Mit dem umfangreichen Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) will die WEMAG den Netzausbau in der Region voranbringen. 

WEMAG-Vorstand Thomas Murche, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer und WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart (v.l.) bei der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung im WEMAG-Batteriespeicher. (Foto: WEMAG AG/Stephan Rudolph-Kramer)

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat dem Energie- und Infrastrukturunternehmen WEMAG ein Darlehen in Höhe von 220 Mio. Euro zugesagt. Damit kann das Unternehmen mehr als ein Drittel der für die kommenden vier Jahre geplanten Netzinvestitionen finanzieren. Bis 2033 will die WEMAG Netz GmbH insgesamt 1,2 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern investieren.    

Die Anforderungen an den Netzausbau steigen in Westmecklenburg durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien, insbesondere den starken Zubau von Photovoltaik, sowie durch die zunehmende Elektromobilität. Die Einspeisung aus großen Solarparks und dezentralen Dachanlagen führt zu neuen Lastflüssen und erfordert leistungsfähigere Netzstrukturen.   

„Die Zusage der Europäischen Investitionsbank gibt uns die finanzielle Kraft, das Stromnetz in Westmecklenburg für die Zukunft zu rüsten. Der Ausbau unserer Netze ist anspruchsvoll und erfordert starke Partner. Mit der EIB an unserer Seite sichern wir Investitionen, die für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Versorgungssicherheit gleichermaßen entscheidend sind“, sagt Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG.  Die WEMAG zeige, wie ein kommunaler Energiedienstleister und Netzbetreiber im ländlichen Raum den umfangreichen Ausbau und die Digitalisierung des Netzes organisieren und umsetzen kann, wenn der Zugang zu günstigen Finanzierungen auf europäischer Ebene möglich ist. 

Europäische Finanzierung für die Energiewende 

Die EIB ist der größte Finanzierer von Energiesicherheit und Stromnetzen in Europa. Das Darlehen an die WEMAG ist Teil einer breiteren Unterstützung der EIB für Strom- und Wärmenetze in ganz Deutschland.   

Im Jahr 2025 hat die EIB 3,7 Milliarden Euro in deutsche Energieprojekte investiert – von Strom- und Wärmenetzen bis hin zu erneuerbaren Erzeugungsanlagen. Die EIB stellt von 2023 bis 2027 zusätzlich 45 Milliarden Euro zur Finanzierung erneuerbarer Energien bereit, um das REPowerEU-Ziel zu unterstützen und die Abhängigkeit Europas von Importen fossiler Brennstoffe aus Russland zu beenden.   

Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, sagte: „Mit diesem Darlehen stärken wir nicht nur Kabel und Leitungen, sondern ganz konkret Haushalte und Unternehmen in Westmecklenburg. Ein stabiles und leistungsfähiges Netz ist die Voraussetzung dafür, dass Strom auch in Zukunft sicher, bezahlbar und aus erneuerbaren Energien aus der Steckdose kommt – für Familien, Handwerksbetriebe und Industrie gleichermaßen. Die EIB unterstützt überall in Deutschland Investitionen in Netze und Energie, damit die damit die Transformation des Energiesektors vor Ort ankommt, sich Betriebe ansiedeln, ihre Produktion elektrifizieren, neue Arbeitsplätze entstehen und wirtschaftliche Entwicklung nicht an fehlender Infrastruktur scheitert.“ 

Vertragsunterzeichnung im Batteriespeicher  

Unterzeichnet wurde der Darlehensvertrag im WEMAG-Batteriespeicher, einer Wegmarke der regionalen Energiewende: 2014 ging er als Europas größter kommerzieller Batteriespeicher in Betrieb und zeigte, welchen Beitrag Energiespeicherung leisten kann, Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen und die Netzstabilität zu sichern. Mittlerweile stellt der Lithium-Ionen-Speicher mit einer Leistung von 16 Megawatt und einer Kapazität von 20 Megawattstunden auch andere Systemdienstleistungen wie Schwarzstartfähigkeit oder Blindleistung bereit und er ist wirtschaftlich betreibbar. (pq)  

 www.wemag.com