05.11.2026 – Schneider Electric führt die Bereiche Netzführung und Stationstechnik in seiner Netzmanagement-Lösung EcoStruxure ADMS zusammen.
(Cyber-)Angriffe auf Netzinfrastrukturen, Extremwetterereignisse und alternde Anlagen sorgen dafür, dass sensible Netzkomponenten störanfällig sind. Gerade im Falle eines Ausfalls benötigt es zeitnah einen zuverlässigen Überblick über die relevanten Netzzustandsdaten, um die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen.

Die Netzmanagement-Plattform ExoStruxure von Schneider Electric bietet der Leitstelle Handlungsempfehlungen bei Störungsfällen im Verteilnetz. (Bild: Schneider Electric GmbH)
Leitstellen kommt eine elementare Rolle zu, das Stromverteilnetz zu überwachen und zu sichern. Schneider Electric verknüpft hierfür seine Netzführungsplattform EcoStruxure ADMS mit den Betriebsdaten seiner Mittelspannungsanlagen, um präzise Entscheidungen in der Leitstelle treffen zu können.
Für mehr Transparenz im Verteilnetz benötigte es bisher nach Angaben von Schneider Electric häufig ein Gesamtprojekt, dass ein neues Leitsystem, eine neue Datenbasis und neue Stationen umfasst. Durch die Unabhängigkeit von Netzüberwachung und Mittelspannungsanlage in der Einführung sei es aber möglich, an einer einzelnen Station zu starten. Entscheidend ist dabei die Sensorik und Fernsteuerbarkeit der Schaltanlagen, die häufig im Bestand ergänzt werden können ohne einen vollständigen Austausch der Anlage. Zustandsdaten aus dem Feld erlauben es zudem, die Investitionsplanung am tatsächlichen Anlagenzustand, statt am Baujahr auszurichten.
Präzise Fehlerortung
Jede an die Netzplattform angebundene Station verbessere dabei das Lagebild für die Leitstelle im Störungsfall: „Fehler lassen sich genauer lokalisieren, betroffene Gebiete enger abgrenzen und Kunden schneller wieder versorgen“, betont Schneider Electric. Bedeutsam ist es, verbleibende Kapazitäten im Netz zu identifizieren: Welche Abschnitte sind stabil, wo lassen sich Verbindungen herstellen, welche Kundengruppen werden zuerst versorgt? Für diese Aufgaben verarbeitet die SE-Netzmanagementplattform EcoStruxure ADMS Echtzeitdaten und stellt der Leitstelle automatisierte Lastflussberechnungen und Handlungsempfehlungen bereit. „In den meisten Verteilnetzen fehlt es nicht an Daten, sondern an einem gemeinsamen Bild. Solange Hoch-, Mittel- und Niederspannung getrennt geführt werden, rekonstruiert die Leitstelle im Ereignisfall die Lage aus Einzelmeldungen. Genau diese Rekonstruktion kostet die Minuten, die über die Dauer einer Störung entscheiden“, erläutert Caroline Pim, Vice President Power Systems DACH bei Schneider Electric. Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin setzt exemplarisch auf EcoStruxure ADMS und koordiniert seine Netzleit- und Störungsprozesse für Hoch-, Mittel- und Niederspannung. (cst)
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