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Ans Netz gesteckt

25.11.2025 – Nach acht Monaten Bauzeit ist mit dem neuen Umspannwerk in Niederviehbach die erste sogenannte Einspeisesteckdose der Bayernwerk Netz in Betrieb gegangen. Dieses neuartige netztechnische Konzept ermöglicht es dem Netzbetreiber, vorausschauend zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien zu schaffen. 

Der Trafo bildet das Herz der neuen Einspeisesteckdose, die in Niederviehbach ans Netz gegangen ist. (Bild: Bayernwerk)

Der Trafo bildet das Herz der neuen Einspeisesteckdose, die in Niederviehbach ans Netz gegangen ist. (Bild: Bayernwerk)

Beim Pilotprojekt in Niederviehbach hat die Bayernwerk Netz zunächst 80 Megawatt (MW) freie Anschlussleistung am Umspannwerk ausgeschrieben. Davon waren 90 Prozent bereits am ersten Tag vergeben. Da nicht alle angeschlossenen PV-Anlagen gleichzeitig ihre volle Leistung einspeisen, kann das neue Umspannwerk dank sogenannter Überbauung insgesamt rund 112 MW aufnehmen. Mit diesem Verfahren soll der Stromnetzausbau künftig besser mit dem Ausbau von Windkraftanlagen und PV-Anlagen synchronisiert werden, erklärte Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Leo Westphal bei der Inbetriebnahme des Umspannwerks.  

„Damit aus dem Pilotprojekt eine Standardlösung werden kann, brauchen wir über den ersten erfolgreichen Test hinaus neue Regeln auf Bundesebene. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss Cluster-Anlagen wie die Einspeisesteckdose berücksichtigen. So könnten wir als Netzbetreiber künftig vorausschauend Kapazitäten schaffen und Anfragen gezielt in Regionen mit vorhandener Infrastruktur lenken“, erläutert Egon Leo Westphal weiter. Nach Angaben des Netzbetreibers dürfe dieser gemäß dem EEG-Standardverfahren erst auf Anfrage reagieren und müssen jeden Netzanschlussantrag einzeln bearbeiten. (cp) 

www.bayernwerk.de