02.09.2026 – Mit dem variablen Smart Grid Interface Modul SGIM ermöglicht die EMH Energie-Messtechnik Verteilnetzbetreibern, auch in heterogenen Strukturen schnell für Transparenz zu sorgen.

Das modulare SGIM-Konzept von EMH Energie-Messtechnik GmbH gibt Netzbetreibern hohe Flexibilität. (Bild: EMH Energie-Messtechnik GmbH)
Zur Infrastruktur der Niederspannungsnetze zählen in Deutschland rund 650.000 Ortsnetzstationen sowie mehr als eine Million Kabelverteilerschränke, deren Konstruktion und Konfiguration teils erheblich voneinander abweichen. Damit regulatorische Vorgaben wie Redispatch 2.0 oder Lastmanagement entsprechend §14a EnWG überhaupt erfüllbar sind, muss eine Vielzahl dieser Knotenpunkte aussagekräftige Daten zur aktuellen Lastsituation fortlaufend bereitstellen können. „Um die vom Gesetzgeber geforderte Netztransparenz zu erreichen, muss grob geschätzt mindestens ein Viertel der in den Ortsnetzen vorhandenen Knotenpunkte digitalisiert sein“, sagt Lars Busekrus, Vertriebsleiter der EMH Energie-Messtechnik GmbH. Welche Anlagen in welchem Umfang modernisiert werden müssen, stellt sich allerdings praktisch in jedem Ortsnetz anders dar, und strukturelle Veränderungen stellen die Auswahl immer wieder auf den Prüfstand.
Angepasstes Konzept
„Die Vorstellung, Ortsnetze auf Basis einer durchgehenden Standardlösung zu digitalisieren, ist illusorisch“, ergänzt Busekrus fest. Den heterogenen Strukturen von Niederspannungsnetzen begegnet das SGIM-Konzept von EMH daher mit Modularität und maximaler Flexibilität.
Dazu gehört ein Basismodul in variablen Bauformen (SGIM, SGIM60 u.a.), mit oder ohne Vorinstallationen, in welches sich vorhandene Messtechnik (zum Beispiel KuRi) via Modbus einfach integrieren lässt. Daten beliebiger Sensoren – Türöffner, Temperaturfühler, Videoüberwachung, Zugangskontrolle – können eingebunden und übermittelt werden.
Optional kann das SGIM mit integriertem HMI-Display, VIVAVIS ACOS 730 Fernwirkgerät, Garderos-Router oder Hardware anderer Drittanbieter bereitgestellt werden. Auch die verwendete Open-Source-Software bietet größtmögliche Flexibilität und Unabhängigkeit.
Pilotprojekte zur Auswahl geeigneter Standorte unterstützt EMH Energie-Messtechnik aktiv. „Sind die geeigneten Standorte erst einmal ausgewählt, können passgenau vorbereitete SGIM-Systeme üblicherweise innerhalb von sechs bis acht Wochen geliefert und umgehend installiert werden“, so Lars Busekrus. „Bereits mit Inbetriebnahme weniger Geräte profitieren Netzbetreiber von einer spürbar verbesserten Datenlage, nach und nach entsteht dann ein umfassendes und jederzeit aktuelles Lagebild.“ Darüber hinaus begleitet EMH auch die Schulung des Bedienpersonals im Umgang mit dem SGIM-System und realisiert die Verknüpfung mit kundenspezifischen Systemen der Netzleittechnik. (pq)


