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KI-basierte Zielnetzplanung

16.01.2026 – envelio, Anbieter von Smart-Grid-Software, erweitert seine Intelligent Grid Platform (IGP) um die App “Zielnetzplanung”.

Der effiziente Ausbau der Stromverteilnetze ist elementar für den Fortschritt der Energiewende. Durch die Integration der Erneuerbaren müssen Netzbetreiber ihre Ausbauziele effizient planen, damit diese Transformation bezahlbar bleibt. Mit der neuen App „Zielnetzplanung“ als Bestandteil der Intelligent Grid Plattform (IGP) will envelio Netzbetreiber bei diesem Vorhaben entlasten. Die Zielnetzplanung-App entwirft automatisiert Netzausbaupläne, Variantenvergleiche und Kostenbewertungen für verschiedene Zukunftsszenarien im Netz.

KI-basierter Algorithmus für konkrete Netzausbaupläne

Bestandteil der Lösung ist unter anderem ein selbstlernender Algorithmus, der das sogenannte NO(X)VA-Prinzip anwendet: Das bedeutet eine Priorisierung der Netzoptimierung vor der Flexibilisierung vor der Verstärkung vor dem Ausbau. Der KI-basierte Algorithmus lerne dabei aus jedem Planungsszenario. Neben systematischen Analysen erfolgreicher Netzausbaustrategien könne er Muster und Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Ausbaumaßnahmen entwickeln. Auf dieser Basis werden präzisere Lösungsvorschläge generiert.

(Bild: envelio GmbH)

(Bild: envelio GmbH)

Das System könne die Qualität potenzieller Netzausbaumaßnahmen vorhersagen, ohne diese einzeln durchrechnen zu müssen. Der Algorithmus ist nach Angaben von envelio entweder ganzheitlich oder gezielt für Teilschritte des NO(X)VA-Prinzips eingesetzt werden. Netzplaner können die algorithmisch generierten Entwürfe zudem manuell überarbeiten. „Beispielsweise unterstützt die Anwendung eine umfassende Trennstellenoptimierung von gesamten Versorgungsgebieten, um Netzoptimierungsmaßnahmen auszuschöpfen, bevor ein Ausbau des Netzes in Erwägung gezogen wird“, betont envelio.

Zielnetze für definierte Zeithorizonte

Die Software-Anwendung hat den Anspruch, Netzbetreibern die Planung technisch valider und wirtschaftlich optimierter Zielnetze für definierte Zeithorizonte, beispielsweise für die Jahre 2030, 2035 und 2045 (Stützjahre) zu ermöglichen. Ziel ist ein konsistentes Bild der Netzentwicklung. So sollen unter anderem künftige Netzausbaubedarfe frühzeitig identifiziert und alternative Entwicklungspfade bewertet werden. Zudem ist es möglich, verschiedene Best- und Worst-Case-Szenarien durch das flexible Umschalten zwischen unterschiedlichen Versorgungsaufgaben für Stützjahre zu simulieren.

Dr. Simon Koopmann, Mitgründer und CEO von envelio, sagt : „Stromnetze werden langfristig geplant – für ihren Ausbau sind große finanzielle, materielle und personelle Investitionen notwendig. Schon heute zeichnen sich Engpässe in all diesen Bereichen ab. Netzbetreiber müssen ihre Stromnetze also möglichst ressourceneffizient auf die Anforderungen in fünf, zehn oder 20 Jahren auslegen. Dafür müssen sie gezielt ausbauen – allerdings ohne sich dabei ausschließlich auf den Netzausbau zu fokussieren. Mit der App Zielnetzplanung wollen wir Netzplaner unterstützen: Die App ermöglicht es, rasch fundierte Entscheidungen zu treffen und ist das ideale Werkzeug, um Netze ressourceneffizient und zukunftssicher auszulegen.“ envelio präsentiert die „Zielnetzplanung“ sowie alle weiteren IGP-Apps vom 10. bis 12. Februar auf der Essener E-World 2026 in Halle 5, Stand 5A105. (cst)

www.envelio.com

(Beitragsbild: Stockwerk-Fotodesign / stock.adobe.com)