05.10.2026 – Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion gründet die Tochtergesellschaft alphaGrid für die Entwicklung von KI-Anwendungen im Bereich der Stromnetze.
Der Umbau des Energiesystems erhöht die Anforderungen an die Planung und den Betrieb der Stromnetze. Die steigende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen, Speicher und flexibler Verbraucher erhöht die Komplexität. Mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) könnten große Datenmengen schneller ausgewertet, Entwicklungen besser vorhergesagt und Netzbetreiber bei ihren Entscheidungen unterstützt werden.
Anwendungsfelder der KI
Amprion entwickelt derzeit eine KI-Anwendung für drei Anwendungsfelder: In der Netzplanung soll die Anwendung helfen, Stromnetze effizienter zu modellieren und Ausbauoptionen besser zu bewerten.
In der Systemführung soll sie dazu beitragen, kritische Netzsituationen frühzeitig zu erkennen und die Resilienz des Stromnetzes zu steigern. Zusätzlich sollen KI-basierte Prognosen zu Entwicklungen und Wechselwirkungen eine datenbasierte Grundlage für die Bewertung und Weiterentwicklung des Energiemarktdesigns schaffen.
KI als Antwort auf Herausforderungen
„Unsere besondere Stärke ist die Verbindung von KI mit Daten aus dem Echtzeitbetrieb eines der größten Übertragungsnetze Europas“, sagt Thomas Dederichs, Geschäftsführer der alphaGrid GmbH. „Wir entwickeln die Anwendungen nah an den konkreten Herausforderungen eines Übertragungsnetzbetreibers. So können wir Lösungen erproben, weiterentwickeln und perspektivisch skalieren.“
„Berlin bietet uns Zugang zu einem starken Technologie- und Forschungsumfeld. Von dort wollen wir gezielt Kooperationen mit Technologie-unternehmen, Energiewirtschaft und Wissenschaft aufbauen. Denn die Entwicklung leistungsfähiger KI-Anwendungen braucht unterschiedliche Kompetenzen“, betont Co-Geschäftsführer Benjamin Schwarzer.
Künftig sind Kooperationen mit Partnern aus der Energiebranche vorgesehen – zunächst liegt der Fokus auf KI-Anwendungen für Amprion selbst. (rp)



