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Kosten senken

(Bild: sommart / stock.adobe.com)

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18.07.2025 – Eine neue Studie der Agora Energiewende zeigt, wie die geplanten staatlichen Zuschüsse zur Senkung der Netzentgelte um bis zu 80 Prozent geringer ausfallen könnten. Hierzu müsse die Bundesregierung vor allem Einsparpotenziale beim Ausbau der Stromnetze nutzen und Reformen für einen effizienteren Netzbetrieb umsetzen.

Um die bis zum Jahr 2045 notwendigen staatlichen Zuschüsse von 197 Milliarden Euro auf 35 Milliarden Euro zu senken, sind laut dem Thinktank drei zentrale Maßnahmen erforderlich: Freileitungen statt Erdkabel beim Stromnetzausbau, Eigenkapitalbeteiligungen des Bundes zur Senkung der Investitionskosten für Netzbetreiber sowie die Einführung dynamischer Netzentgelte für flexible Verbraucher. Dies würde sowohl die Ausbau- als auch die Betriebskosten der Stromnetze senken und somit die Netzentgelte stabilisieren.

Ohne eine grundlegende Reform – und ohne die von der Regierung angekündigten Zuschüsse – könnten die netzbezogenen Kosten für die Stromverbraucher laut Agora-Berechnungen bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre um bis zu 30 Prozent ansteigen.

Reform der Netzentgeltsystematik

Neben den strukturellen Maßnahmen zur Netzkostensenkung regt Agora Energiewende auch Reformen bei der Netzentgeltsystematik an. Das Ziel sollte dabei eine möglichst unkomplizierte, transparente und gerechte Verteilung der Kosten sein: „Die heutige Verteilung der Netzkosten und Umlagen ist historisch gewachsen, folgt komplizierten Regeln und enthält zahlreiche Ausnahmen – niemand weiß genau, welche Akteure welchen Anteil an den Netzentgelten tragen. Einfach gestaltete Netzentgelte, die zugleich volkswirtschaftlich sinnvolle Anreize zur Netzentlastungsetzen, sollten das Ziel der laufenden Reform sein“, erläutert Markus Steigenberger, Geschäftsführer der Agora Think Tanks gGmbH. (cp)

www.agora-energiewende.de