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Mehr Weitblick beim Netzausbau

23.02.2026 – Die neue Prognoseplattform von Thüga, Energynautics und enwarp simuliert die künftige Last- und Einspeiseverteilung im Niederspannungsnetz mit dem Ziel, eine bedarfsgerechte Planung zu fördern.  

Der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung von Mobilität und Wärme bringen viele Niederspannungsnetze bekanntermaßen an ihre Grenzen. Infolgedessen stehen die Netzbetreiber vor der Aufgabe, ihre Netze gezielt auf- und umzubauen sowie die Flexibilisierung bestehender Kapazitäten zu forcieren. „Bislang haben viele Niederspannungsnetze noch Reserven für die Integration von Lasten- und Erzeugungsanlagen. Diese sind allerdings je nach Netz früher oder später ausgeschöpft“, erklärt Axel Stiefermann vom Thüga-Team Netzstrategie. Diesen Zeitpunkt genau kalkulieren und lokalisieren zu können, ist jedoch für einen bedarfsgerechten und kosteneffizienten Netzausbau wichtig.  

Bild: Andrey Burmakin / stock.adobe.com

Bild: Andrey Burmakin / stock.adobe.com

An dieser Stelle setzt die neue Prognoseplattform der Unternehmen Thüga, energynautics und enwarp an: Auf Basis qualifizierter Daten soll diese die zukünftigen Netzentwicklungen bis auf Hausanschlussebene vorhersagen können. Hierfür kombiniert die digitale Lösung Informationen aus dem Geoinformationssystem (GIS) mit Angaben zum Gebäudebestand, Wärmebedarf, Standardlastprofilen und sozioökonomischen Informationen – wie etwa die Personenanzahl im Haushalt, Einkommen oder Alter. Auf dieser Grundlage soll das System Zukunftsszenarien zur Verteilung von Lasten und Einspeisung in einem definierten Gebiet errechnen können. 

Einsatz in der Netzplanung  

Da die webbasierte Lösung die wesentlichen Last- und Einspeisetreiber berücksichtigen soll, lassen sich die Ergebnisse direkt in bestehende Netzplanungsprozesse integrieren. „Wir sind optimistisch, dass wir mit den hier gewonnenen Erkenntnissen die Infrastruktur bedarfsgerechter planen und die Kundenwünsche besser vorhersehen können“, erläutert Thomas Kern, Leiter Netzentwicklung, EWR Netz GmbH. Das Unternehmen hat gemeinsam mit weiteren Verteilnetzbetreibern die zugrundeliegende Methodik in einer Pilotphase getestet und eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Systems ermöglicht. 

Flexibel reagieren 

Nach Angaben der Entwickler kann die Datenbasis des Prognoseportals jederzeit durch die Netzbetreiber ergänzt werden, um so auf Änderungen von rechtlichen oder technischen Parametern reagieren zu können. “Alle Daten lassen sich in den üblichen Dateiformaten wie etwa CSV hochladen und im System selbst in Tabellen- oder Grafikdarstellungen bearbeiten oder ergänzen“, beschreibt Malte Fichtner, CTO bei enwarp, die Arbeit mit dem Prognosetool. Die Daten selbst lagern in ISO-zertifizierten Datenzentren in Deutschland und entsprechen damit den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung. (cp).  

https://tetraeder.solar 

https://energynautics.com 

www.thuega.de/ 

Bild: Andrey Burmakin / stock.adobe.com