18.09.2026 – Die N-ERGIE Netz kontrolliert ihr Hochspannungsnetz durch ein neues Verfahren: Hierzu fährt ein schlittenähnliches Gerät auf den Leiterseilen und untersucht dabei den Zustand des Leitungsmaterials.
Um die Inspektion der Hochspannungsleitungen mit dem innovativen Verfahren durchzuführen, hängen Technik:innen der N-ERGIE Netz GmbH das kleine schlittenähnliche Gefährt mithilfe eines Hubsteigers auf die – zuvor spannungsfrei geschalteten – Leiterseile des Hochspannungsnetzes. Das Spezialgerät fährt daraufhin in rund zehn Metern Höhe ferngesteuert die einzelnen Leiterseile innerhalb eines Spannfeldes langsam ab, um diese zu untersuchen.
Dabei überprüfen die verschiedenen Sensoren an Bord des Geräts, in welchem Zustand sich die inneren Stahlkerne der Leiterseile nach mehreren Jahrzehnten Betrieb befinden. Da die Leiterkerne in der Regel von Aluminium ummantelt sind, kann solch eine Diagnose nicht allein durch die reine Sichtkontrolle gestellt werden. Nach Angaben der Nürnberger Netzgesellschaft ermöglicht das neue Verfahren zudem auftretende Materialermüdung, Korrosion oder leichte Risse frühzeitig zu identifizieren – ohne dabei Proben entnehmen zu müssen.
Erste Untersuchungen mit der neuen Inspektionstechnik führte die N-ERGIE Netz GmbH Ende August bei zwei ihrer Hochspannungsleitungen in Schwabach und Roth durch – mit positivem Ergebnis: Bei beiden Probefahrten wurden nach Angaben des Unternehmens keinerlei Auffälligkeiten am Material festgestellt. (cp)



