Weitere Ergebnisse...

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Netzbetreiber unzufrieden 

08.06.2026 – Kommunale Netzbetreiber sehen laut einer aktuellen VKU-Umfrage die Ausbauziele für erneuerbare Energien gefährdet. Kritisiert werden die aktuelle Regulierung und bürokratische Hindernisse. 

Bild: Bodrul/stock.adobe.com

Die Energiewende erfordert umfangreiche Anpassungen in den Verteilnetzen: Rund 93 Prozent der kommunalen Strom-Verteilnetzbetreiber rechnen damit, dass sich die für den Anschluss von EE-Anlagen, Ladesäulen und Wärmepumpen erforderlichen Netzkapazitäten bis 2045 mindestens verdoppeln werden.  Das geht aus einer Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor.  

Gleichzeitig sind zwei Dittel der kommunalen VNB überzeugt, dass das gesetzliche Ziel, den Anteil erneuerbaren Energien bis 2030 auf 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs zu erhöhen, ohne Anpassungen bei der Regulierung in den Verteilnetzen nicht erreichbar sei.  Konkret bewerten knapp acht von von zehn VNB die Folgen der NEST Regulierung als negativ oder sehr negativ. 74 Prozent halten den bestehenden Rahmen aus Anreizregulierung, Verzinsung und Effizienzvergleich für nicht geeignet, die notwendigen Investitionen zu ermöglichen.  

Als weitere wesentliche Bremsen beim Netzausbau nennen die Befragten den bürokratischen Aufwand bei der Planung der Netztrassen (66 Prozent), Material- und Trafolieferengpässe (54 Prozent), lange Genehmigungs- und Umweltverträglichkeitsprüfungen (48 Prozent) und fehlende Baukapazitäten (47 Prozent). 

Für die Umfrage zur Stromversorgung wurden im April und Mai 2026 die Geschäftsführer:innen der 159 VKU-Mitgliedsunternehmen mit Stromsparte befragt. (pq) 

www.vku.de