Netzentgelte unter Vorbehalt halbiert

01.10.2025 – Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die vorläufigen bundeseinheitlichen Netzentgelte für das Jahr 2026 veröffentlicht: Sie sollen um 57 Prozent sinken – unter Vorbehalt.   

Die vorläufigen bundeseinheitlichen Netzentgelte sollen im Jahr 2026 stark sinken (Bild: Gardika Gigih / stock.adobe.com (KI-generiert))

Die vorläufigen bundeseinheitlichen Netzentgelte sollen im Jahr 2026 stark sinken (Bild: Gardika Gigih / stock.adobe.com (KI-generiert))

Nach vorläufiger Festlegung durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW wird das durchschnittliche Netzentgelt der Höchst- und der Umspannungsebene im Jahr 2026 2,86 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) betragen. Gegenüber dem laufenden Jahr 2025, in dem die Netzentgelte bei 6,65 Cent pro Kilowattstunde liegen, entspricht dies einem massiven Absinken um 57 Prozent.  

Die Netzentgelte für 2026 wurden jedoch unter Berücksichtigung eines Zuschusses zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkosten ermittelt. Grundlage hierfür ist nach Angaben der ÜNB der von der Bundesregierung beschlossene Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro, der aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziert und gesetzlich im neuen § 24c EnWG verankert werden soll. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fehlt es jedoch noch an der Verabschiedung des Gesetzes für einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2026.  

Daher stehen die vorläufigen Netzentgelte unter dem Vorbehalt, dass die gesetzliche Regelung im parlamentarischen Verfahren verabschiedet wird. Sollte bis zum 5. Dezember 2025 keine Rechtssicherheit bestehen, rechnen die Übertragungsnetzbetreiber damit, dass sich die endgültigen bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte für das Jahr 2026 entsprechend erhöhen könnten. (cp) 

www.amprion.net   

www.50hertz.com  

www.tennet.eu   

www.transnetbw.de