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Netzplanung: Einheitliches digitales Model des Übertragungsnetzes

27.09.2022 – Siemens wird die bestehende Schutzsimulationssoftware des US-amerikanischen Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) American Electric Power (AEP) durch die Software PSS CAPE ersetzen. AEP versorgt nach eigenen Angaben 5,5 Millionen Kunden in 11 US-Bundesstaaten und unterhält das größte Übertragungsnetz des Landes mit mehr als 40.000 Meilen Hochspannungsleitungen. Angesichts der zunehmenden Komplexität von Netzplanung und Netzbetrieb sind herkömmliche manuelle Verfahren für den abteilungsübergreifenden Austausch von Modelldaten nicht mehr optimal. AEP erstellt ein einheitliches digitales Modell seines gesamten Übertragungsnetzes, das „T-Nexus“ genannt wird. Alle Abteilungen arbeiten mit diesem gemeinsamen Netzmodell, um eine zuverlässige Planung, Betrieb und Schutz des Stromnetzes gewährleisten zu können.

Integration erneuerbarer Energiequellen in das Stromnetz beschleunigen

Mit Siemens PSS CAPE, der Software für Schutzsimulationen, soll AEP in der Lage sein, mit einem aktuellen, akkuraten Modell auch komplexere Schutzsimulationen realisieren und die täglichen Schutzaufgaben optimieren zu können. Dadurch ließen sich Veränderungen am Stromnetz wie etwa die Integration zusätzlicher erneuerbarer Energiequellen beschleunigen, die auf Umrichter basieren. Außerdem könne AEP schneller auf Szenarien reagieren, die die Stabilität des Netzes gefährden.

Grafik-AEP-Network-Model-Manager-Siemens

Mithilfe der Siemens-Software PSS CAPE soll American Electric Power komplexe Schutzsimulationen des Stromnetzes realisieren können. Grafik: Siemens AG

2017 entschied sich AEP für Siemens, um die zentrale Software seiner Network Model Management-Lösung zu implementieren. Grundlage des Systems ist PSS ODMS, die CIM-basierte Software zur Modellierung und Analyse von Übertragungssystemen. Aufbauend auf dieser Zusammenarbeit wird Siemens jetzt AEP beim Umstieg auf die neue Schutzsimulationssoftware unterstützen – von der Datenanreicherung bis hin zu speziellen Softwareschulungen.

PSS CAPE ist modular aufgebaut und biete Interoperabilität mit bestehenden Anwendungen im T-Nexus-Projekt von AEP. Dadurch könne AEP die Leistung skalieren. Das PSS CAPE-Team wird Schulungen realisieren und die Integration mit diversen AEP-Systemen, einschließlich Asset- und Ausfallmanagement, erleichtern. Das Beratungsteam von Siemens PTI wird das Schutzmodell ausgehend vom kompletten Netzmodell der T-Nexus-Lösung erstellen. Dazu werden die Schutzelemente überprüft, angereichert und validiert, um sicherzustellen, dass das Modell akkurat und vollständig ist.

Mit PSS CAPE soll AEP in der Lage sein, hoch detaillierte Schutzsimulationen durchzuführen und den Bewertungsprozess zur Einhaltung der NERC-Vorschriften für Schutz und Steuerung effizienter zu machen. Durch Integration einer zentralen Modelldatenquelle werde sichergestellt, dass die Schutzabteilung von AEP das jeweils aktuellste und genaueste Basismodell für Schutzstudien verwenden kann, darunter die neuesten Relaismodelleinstellungen aus dem Asset-Management.

Siemens Xcelerator-Portfolio

PSS CAPE, PSS ODMS und Siemens PTI Consulting sind Teil des Siemens Xcelerator-Portfolios, einem modularen Portfolio aus Software, Services und IoT-fähiger Hardware, das auf Standard-APIs aufbaut. Siemens Xcelerator ist nach eigener Darstellung eine offene digitale Business-Plattform mit einem Portfolio aus IoT-fähiger Hardware und Software, einem Partner-Ökosystem und einem Marktplatz. (ds)

www.siemens.com