Weitere Ergebnisse...

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Neues Vergabeverfahren für große Netzanschlüsse 

19.05.2026 – Die Hamburger Energienetze passen mit dem Fair Grid-Projekt Hamburg ihr Vergabeverfahren für neue Netzanschlüsse mit hohem Strombedarf an. 

Die Nachfrage von Großverbrauchern nach Netzanschlüssen in der Hoch- und Mittelspannung steigt – die Hamburger Energienetze reagieren. (Bild: DawDuni/stock.adobe.com)

Das neue Projekt zielt auf die diskriminierungsfreie und faire Vergabe von neuen Netzanschlüssen und flexiblen Anschlussvereinbarungen im Bereich der Hoch- und Mittelspannung. Netzanschlüsse mit einem Leistungsbedarf über 1,5 MVA werden in Zukunft in einem Repartierungsverfahren vergeben.  

Faire Verteilung gewährleisten 

Mit dem neuen Vergabeverfahren reagieren die Hamburger Energienetze auf den hohen Anstieg von Anschlussanträgen für besonders stromintensive Anlagen wie Batteriespeicher oder Rechenzentren sowie auf Verzögerungen beim Aus- und Neubau von Netzverknüpfungspunkten durch den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission. Aktuelle Prognosen gehen von einer Verdreifachung des Hamburger Leistungsbedarfs in den kommenden 20 Jahren aus.   

Wie eine steigende Zahl von Verteilnetzbetreibern in Ballungsräumen wollen auch die Hamburger Energienetze über Anschlussanträge nicht mehr nach dem sogenannten Windhundprinzip – also nach der Reihenfolge der Antragseingänge – entscheiden. Stattdessen sollen ab dem zweiten Halbjahr 2026 die vorhandenen Netzkapazitäten in sogenannten Repartierungsverfahren transparent und diskriminierungsfrei auf alle Anfragenden verteilt werden. 

Hohe Versorgungssicherheit erhalten 

Gleichzeitig will der Hamburger Verteilnetzbetreiber mit dem Fair Grid-Projekt sicherstellen, dass die benötigten Leistungen energieintensiver Anlagen die zur Verfügung stehenden Netzkapazitäten nicht übersteigen – und damit die im bundesweiten Vergleich hohe Versorgungssicherheit in Hamburg gewährleisten.  

Zudem wird über flexible Netzanschlüsse ermöglicht, Leistungen in lastarme Zeiten zu verschieben und die Netze dadurch bestmöglich zu nutzen. Die Hamburger Energienetze arbeiten eng mit der 50Hertz Transmission GmbH zusammen, damit das Unternehmen die bestehenden Netzverknüpfungspunkte, die Strom aus dem Übertragungsnetz ins Hamburger Verteilnetz einspeisen, rasch ausbaut und weitere errichtet.  

Peter Wolffram, Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, Ressort Unternehmen und Kunde: „Unsere Kunden, ganz gleich, wie viel Strom sie benötigen, brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und eine hohe Versorgungssicherheit. Mit dem Fair Grid-Projekt und den Möglichkeiten, besonders hohe Leistungen in lastarmen Zeiten zu beziehen, schaffen wir für unsere Netzkunden eine solide und gerechte Übergangslösung, die Planungssicherheit schafft.”  

Keine Änderungen für Privatkunden

Für Privathaushalte und Gewerbebetriebe, die neue Anschlüsse benötigen oder auf Wärmepumpen und Wallboxen für Elektroautos setzen, ändert sich nichts.  Über alle Spannungsebenen gerechnet ergeben sich daher für 99 Prozent aller Anschlussverfahren keinerlei Änderungen. Auch bestehende Netzkunden mit hohem Verbrauch, etwa aus der Industrie, können die bestehende Netzleistung weiter nutzen. (pq) 

 

www.hamburger-energienetze.de